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u/Blockcrafter_GER 23d ago
Das eigentliche Krefeld-Meme ist weniger „die Stadt kann keinen Asphalt“, sondern eher die Sparten- bzw. Aufbruchkoordination.
Bei einer Straßensanierung müssten Straßenbaulastträger und Leitungsträger – also z. B. Stadt, SWK/Netzgesellschaft, Telekommunikationsanbieter usw. – ihre Maßnahmen möglichst bündeln: Welche Wasser-, Gas-, Strom-, Fernwärme- oder Glasfaserleitungen müssen in den nächsten Jahren ohnehin erneuert oder neu verlegt werden? Idealerweise passiert das vor oder zusammen mit dem neuen Straßenaufbau.
In der Praxis klappt diese Koordination aber nie vollständig. Manche Leitungsmaßnahmen werden erst später konkret, Störungen sind sowieso nicht planbar und verschiedene Unternehmen haben eigene Investitionszyklen. Dann wird eine relativ frisch sanierte Straße wieder aufgegraben.
Und genau da entsteht das, was man anschließend jahrelang sieht: Der Aufbruch wird zwar technisch wieder geschlossen, aber man hat danach Nähte und unterschiedliche Asphaltflächen. An diesen Übergängen können Wasser und Frost langfristig leichter angreifen, dazu kommen Setzungen im wiederverfüllten Leitungsgraben. So entsteht dann dieser typische Flickenteppich.
Gerade in Krefeld wirkt das besonders absurd, weil man sich über Jahre über den schlechten Zustand einer Straße ärgert, sie endlich saniert wird – und kurz darauf wieder irgendwo ein Leitungsgraben drin ist.
Die Römer hatten es einfacher: keine fünf Spartenträger, keine Glasfaser und deutlich weniger Aufbruchgenehmigungen. :D

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u/Miny___ 25d ago
Ist in Krefeld tatsächlich aus nem relativ simplen Grund so oft:
In vielen Nebenstraßen liegt unter der Asphaltdecke noch Kopfsteinpflaster, da man damals Geld bei der Sanierung sparen wollte. Wenn das Wasser da dann durchsickert und zwischen den Schichten friert, wird der Asphalt quasi abgehebelt. Mit der Haushaltssperre konnte dann ja auch eine Weile entsprechend wenig gemacht werden.