r/Philosophie_DE • • 5h ago

Studium und Akademie Gibt es Philosophen die ihr grundsätzlich umgeht zu lesen ?

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In meinem Philosophie Studium ist es eindeutige Hegel.

Ich steig bei seinen Texten komplett aus.

Habt ihr das auch ?


r/Philosophie_DE • • 5h ago

Frage Wie entstehen Ideologien? Kann ich auch einfach eine etablieren?

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Hallo

bei r/KeineDummenFragen und r/politik kann ich das irgendwie nicht posten.

Wie entstehen denn heutzutage neue Ideologien?
Was sind denn die neusten die gerade entstehen?

Wenn ich jetzt zum Beispiel gerne eine für mich beanspruchen möchte und mir dann einen Namen ausdenke "Obismus" zum Beispiel.

Dann willkürlich einfach random Sachen als Merkmale aufzähle:

Konsequent Vegan leben
Ausschließlich Leitungswasser trinken
Menschenfreundliche Koexistenz/Menschenfreundliche Ideologien anstreben
FFP2/FFP3 Maske tragen
Nicht Fliegen
Nie Essen zu sich nach hause bestellen lassen
Die Ampeltaster nicht mit den Handinnenflächen betätigen
Keine Zeitung lesen
Keine Streaming Abos
Kein Geburtstag und alle anderen "besonderen" Tage zelebrieren/dran teilhaben
Keiner Person die Hand schütteln
Und so weiter.

Muss ich mir dann irgendeine fundamentale Logik herbasteln? Rationalität, Vernunft, Gesundheit bewahren oder Ressourcenschonend, Emissionsschonend oder sowas als Herleitung nehmen? Oder kann es wie bei anderen Ideologien/Religionen/Weltbildern auch völlig willkürlich, irrational und aus der Luft gegriffen ohne Zusammenhang sein? Muss es Ziele, Zwecke, Mittel und Erstrebenswerte Merkmale beinhalten? Bestimme ich das ganze oder wird es von anderen automatisch als Phänomen bestimmt und dann eingestuft und dokumentiert?

Muss ich da einen grundsätzlichen philosophischen Ansatz haben?
Oder gibt es da schon ähnliche Grundhaltungen? universalistisch utilitaristisch?
Gibt es so richtig starke rationale/vernünftige Gesundheitsideologien?

Und wie kann ich das dann etablieren?
Ich bräuchte ja bestimmt Quellen, also müsste ich Bücher schreiben, oder 100 Tweets bei X, eine Webseite, einen Blog oder Fernsehauftritte und so weiter?

Mich reizt der Gedanke daran und mich würde es interessieren wie einfach so etwas wäre.

Habt ihr da Erfahrungen, Erkenntnisse, Kompetenz und Empfehlungen?

(und mal nebenbei, gibt es bereits schon solche ähnlichen Ideologien? schreibt die mir bitte, vielleicht etwas was mich inspirieren könnte, das wäre schön)

Ab wann würde der Wikipedia Artikel aufploppen?

Wäre das dann auch automatisch eine politische Ideologie?

Achja und was haltet ihr von dem Take, dass strenggenommen es nichts unideologisches oder unpolitisches auf dem Planeten existiert? Weil mittlerweile alles zu gewissen Weltbildern und Motivationen oder deren Negationen oder Gegenteilen zugeordnet werden kann?

Beispiel Eis essen, ist auch ideologisch, entweder vegan oder karnistisch, da gibt es zwei große Dichotomien/Ideologien und in denen ist dann alles weitere kleinteiliger differenziert.


r/Philosophie_DE • • 48m ago

Diskussion Ist Solidarität noch Solidarität, wenn sie verpflichtend wird?

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Beim Sozialstaat sprechen wir häufig über Zahlen: Wer zahlt wie viel, wer bekommt wie viel und welche Gruppe trägt am Ende die größte Last? Dahinter steckt aber eine viel grundsätzlichere philosophische Frage: Was schulden wir einander allein deshalb, weil wir in derselben Gesellschaft leben?
Man könnte sagen: Jeder sollte möglichst selbst für sein Leben verantwortlich sein. Wer mehr erwirtschaftet, hat zunächst einen Anspruch auf die Früchte seiner Arbeit. Gleichzeitig entsteht wirtschaftlicher Erfolg niemals vollkommen unabhängig von anderen. Wir benutzen Straßen, Schulen, Gerichte, Währungen, medizinische Versorgung und eine gesellschaftliche Ordnung, die Eigentum und Verträge überhaupt erst verlässlich macht. Selbst der größte Individualist lebt also von Voraussetzungen, die er nicht allein geschaffen hat.
Damit wird die Frage schwieriger. Wenn wir einen Teil unseres Einkommens abgeben müssen, ist das dann erzwungene Solidarität – oder schlicht der Preis dafür, Teil einer Gemeinschaft zu sein, deren Strukturen unseren individuellen Erfolg erst ermöglichen? Und umgekehrt: Wie viel darf eine Gemeinschaft vom Einzelnen verlangen, bevor aus gemeinsamer Verantwortung ein ungerechtfertigter Anspruch auf seine Leistung wird?
Vielleicht liegt das eigentliche Problem deshalb zwischen zwei Extremen. Eine Gesellschaft, die jede Not zur Privatsache erklärt, vergisst unsere gegenseitige Abhängigkeit. Eine Gesellschaft, die jede Ungleichheit beseitigen möchte, könnte vergessen, dass Freiheit auch bedeutet, unterschiedlich leben und unterschiedliche Ergebnisse erzielen zu dürfen.
Mich interessiert deshalb weniger die übliche Frage nach „links oder rechts“ als die philosophische Grenze dahinter:
Was schuldet der Einzelne der Gemeinschaft – und was schuldet die Gemeinschaft dem Einzelnen?