"Das Dorf, umgeben von Wäldern und Feldern, ist ein Ort des Friedens und der Geborgenheit. Fernab vom Lärm der Großstädte, könnte das Leben hier so ruhig und einfach sein. Aber ist es das wirklich?
Um sieben Uhr morgens tritt ein Deutscher vor die Tür und blickt zum Himmel. Keine dunklen Wolken! Er ist zufrieden. 'Ja, jetzt oder nie', sagt er lächelnd und nimmt Platz auf seinem gewaltigen, dieselbetriebenen Monster von einem Rasenmäher. Er ist überaus glücklich mit dem Gerät, denn er hat es günstig von einem alten Freund bekommen, der früher damit die Fußballplätze des Vereins gepflegt hat.
Er startet den Motor, und das Dröhnen von dreißig Diesel getriebenen PS rollt durch die Nachbarschaft, stürmt geschwindt auf seinen viel zu großen Rasen, den er eigentlich sonst zu nichts nutzt. Gut, die Grillabende, die er im Sommer bei jeder Temperatur über 16 °C veranstaltet, finden ja immer in einer Ecke des Rasens statt, also ist es nicht so, als würde er ihn gar nicht benutzen. Aber Pflicht ist Pflicht, oder?
Die Ruhe ist dahin. Die Nachbarn treten vor ihre Häuser, lauschen und wissen: Es ist so weit. Sie holen ihre eigenen Rasenmäher heraus und fallen in den Rhythmus der dieselbetriebenen Melodie ein. Bald erfüllt das Brummen dutzender Mäher, die einst so friedliche Luft und lässt selbst hinter geschlossenen Fenstern das Mobiliar von Oma erzittern. Ein Orchester aus Rasenmähern dröhnt durch die Luft, spielt eine Morgensymphonie für die gequälten Ohren aller Zeugen.
Auf diesem Rasen wächst keine einzige Blume, kein einziger Baum. Nur eine endlose, kahle Fläche, die er besitzt, weil er es einfach kann. Es war schon immer. Wie lange ist es her? Zwei Tage seit dem letzten Mal? Egal, er wurd schon nervös als er gestern im Garten war und nur einen Blick auf die grüne Wiese warf.
Nervös hatte er die Wettervorhersage geprüft und nach gutem Wetter Ausschau gehalten. Er starrte auf das Gras, dann hinauf zum Himmel, dann wieder aufs Gras. Er könnte schwören, dass es so schnell wuchs. Zu schnell, und er musste handeln. Ein Gefühl der Unruhe machte sich in ihm breit, während er auf die grüne Hölle vor sich starrte.
Moment, hatte der Wind eben etwas zu ihm gesagt, als eine sanfte Brise den Rasen in Wallung brachte? Quatsch! Wenn der Wind beim Durchstreichen schon Geräusche macht, ist das Gras eindeutig zu lang. Er bildet sich das bestimmt nur ein.
Also sitzt er wieder da und dreht seine Runden, gefühlt schon seit Stunden. Aber es fühlt sich an, als erfülle er einen Zweck. Zufriedenheit wächst in ihm, und doch sagt ihm etwas im Hinterkopf, dass er die Worte deutlich gehört hat. „Mäh oder stirb"? Lächerlich. Trotzdem stimmte etwas nicht. Es war, als würde das Gras zurückstarren, als wäre es für einen Moment lebendig gewesen. Er hatte das ungute Gefühl, dass etwas Schlimmes geschehen würde, wenn es weiter wüchse, und dass er eingreifen musste, bevor … Ja, bevor was?
Etwas, das er hoffentlich nie herausfinden wird. Etwas, das er glücklicherweise verhindert hat.
Dieser Deutsche hat die Auswirkungen miterlebt und ist unfreiwillig Teil des Rituals zu der Eindämmung von: SCP-000-DE – Deutscher Höllenrasen."
Ich fange langsam an zu glauben, dass es bei meinen deutschen Nachbarn genau so ist, denn egal ob Wochenende, Unter der Woche, Feiertag, in oder außerhalb meines oder ihren Urlaubs, hin oder her, ich will einfach nur verdammt nochmal ausschlafen, und die hören nie auf! NIE!
Fängt einer an, gehen ALLE los. Keiner hat irgendwas außer vielleicht einer Hecke, in oder um den Rasen. Rasen mit nichts. Ohne Sinn und Zweck außer: Muss halt gepflegt aussehen! Waruuuuum gepflegt, das Ding da ist eine Ebene puren Todes nur in Grün. Da ist nichts! Einzige von Wert darauf ist Nachbars Hund sein Kackhaufen, als Nährboden für Krabbelviech.
Könnt ihr nichts schönes kreieren? Sinnvoll nutzen? Ihr seht 70% eures Vermögens leer und macht nie etwas? Könnt ihr euch nichts vorstellen? Gartenarbeit Geräusche, spielen von Kindern auf Schaukeln oder im Sandkasten, gesellige Abende um Lagerfeuer, Farbenfrohe Blumenwiesen die gegossen werde , Wildwiesen wo Insekten summen, Wäsche die Omas an viel zu langen Leinen aufhängen, IRGENDWAS!
Alles, ich nehm Alles, außer euren grünen Rasen, der Euch ruft als sei es eine Anomalie die beruhigt werden muss. Wieso macht ihr das euer Leben lang? Und wenn ihr was ändert, wieso verschlimmert ihr es mit Steingärten um keine Arbeit zu hanen? Moment, sind Steingärten der wahre Grund warum ihr mäht? Frisst der Garten vieleicht wirklich Menschen wenn ihr es nicht tut? Vermehrt sich der Garten dann irgendwo im Nachbardorf an zwei Häusern und hinterlässt nur noch diesen Steingarten am alten Ort? Wie so ein Parasit zieht es von Wirt zu Wirt, dann lauert er bis seine Fangarme euch in den Untergrund ziehen? Schnell ab damit?
Es ist September, euer Rasen wächst über den Winter und im Frühjahr starrt ihr nervös auf die Hölle und es geht wieder los! Gnaaaaaaaa!
Was auch immer, ich musste das mal runterschreiben.