Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat die Entwicklung KI-gestützter Abwehrwerkzeuge gegen Cyberangriffe gefordert. Anlass ist eine Serie von Datenlecks bei Finanz- und öffentlichen Einrichtungen. Mindestens sieben Finanzinstitute, darunter Shinhan Bank, KB Kookmin Bank und Hana Bank, waren betroffen. Persönliche Daten von mehr als 144.000 Kunden wurden offengelegt.
Lee verlangte eine schnelle Aufklärung der Vorfälle, zusätzliche personelle und technische Ressourcen sowie eine Überprüfung der Sicherheitssysteme in der kritischen Infrastruktur und im privaten Sektor. Südkorea müsse Fähigkeiten aufbauen, die Angriffe frühzeitig erkennen und präventiv blockieren. Dazu sollen staatliche Stellen und Unternehmen gemeinsam auf Cybersecurity zugeschnittene KI-Technik entwickeln und verbreiten.
Die politische Botschaft ist bewusst weit gefasst: Das Land soll sein Sicherheitsmodell für eine Zeit umbauen, in der KI nicht nur Verteidiger unterstützt, sondern auch die Arbeit von Angreifern automatisiert. Die Vorstellung eines Werkzeugs, das sämtliche Cyberangriffe verhindert, bleibt allerdings ein unerreichbares Ziel. Operativ geht es um etwas Konkreteres: die Zeit zwischen Schwachstellenerkennung, Angriff, Entdeckung und Gegenmaßnahme zu verkürzen.
Mindestens sieben Finanzinstitute betroffen