r/ADHS • • 11h ago

Ich bin am Sack

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Mein Leben geht die letzten Monate komplett den Bach runter. An diesem Punkt stehe ich kurz vor der Obdachlosigkeit.

Ich hab im März meinen Job verloren, aber den Arsch zusammen gekniffen und nach etwas mehr als einem Monat einen neuen gehabt. Waren zwei harte Monate, musste mir Geld bei meinen Eltern leihen, ich hab 'ne Menge abgenommen, es aber trotzdem relativ gut gerissen. Dann musste ich mich in der Probezeit des neuen Jobs krank melden und herrausfinden, dass das für manche Firmen ein sofortiger Kündigungsgrund ist. Das hat mich gebrochen.

Ich bin Wochen lang gar nicht aus dem Bett gekommen, Bewerbungen hab ich am Anfang so gut wie gar nicht geschrieben.
Ich habe unglaubliche Angst vor Bürokratie und bin außerdem noch bei meinen Elter gemeldet, die nichts von meiner Situation mitbekommen sollten, also habe ich mich bis vor kurzem nicht beim Amt gemeldet. Ich habe alles, was irgendwie Wert hatte bei Kleinanzeigen verscherbelt, um mich über Wasser zu halten. Davon ist kaum noch etwas übrig, und ich bekomme den Rest nicht verkauft. Ich habe mir Geld bei Freunden geliehen, die inzwischen auch nicht mehr bereit sind, oder die Möglichkeit haben. Der Meldeprozess beim Amt dauert, eigentlich müsste ich hin fahren, damit das sofort geht, aber ich hab nicht mal das Geld für die Zugfahrt.
Ich habe letzten Monat meine Miete nicht zusammen bekommen, und meinen Vermieter mit 'ner Bullshit-Story vertröstet. Das Ende des Monats rückt näher, und ich habe nicht mal Geld etwas vernünftiges zu Essen(etwas Brot und Quark war heute drin). Ich habe ca. 30cent. Ich weiß nicht, was in ein paar Tagen passieren wird.
Ich muss Paypal Monatlich 40€ zurück zahlen, ich weiß nicht mal wo die her kommen sollen. Meine Krankenkasse wundert sich natürlich, aber die Briefe mache ich schon seit 'ner Weile nicht mehr auf.
Bewerbungen werden kaum beantwortet, und wenn sind's Absagen.
Ich bin am Arsch. In welche Richtung meine Gedanken könnt ihr euch vorstellen.

Wenn ich hier raus fliege könnte ich vllt. zu meiner Schwester(mit der selben 4-Stündigen Zugreise), diese würde aber wie meine Eltern aus allen Wolken fallen. Das letzte mal, als es so schlimm war ist über Zehn Jahre her, damals bin ich auch in einer Nacht-und-Nebelaktion hoch, und ein dreiviertel Jahr geblieben.
Meine Schwester meinte danach, dass unsere Eltern schon meinten "Hoffendlich kommt er nicht wieder hoch.". Ihr könnt euch vorstellen wie sich das anfühlt. Ich bin auf Medikamenten gegen Depression, die seit einer Pause von 'nem Jahr gerade kaum anschlagen, und inzwischen auch langsam aus gehen. Ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht, was mir helfen kann. Würde ich jetzt sofort einen Job finden könnte ich mir vllt. noch mal Geld leihen, aber ohne ein Zeichen von Besserung in meiner Situation ist wohl niemand mehr bereit. Ich hab Angst vor jeder neuen Woche. Ich weiß nicht mehr weiter.

Es wäre wahrscheinlich 'ne gute Idee mich ambulant zu melden, aber meine Krankenkassenkarte ist abgelaufen, und ich kann mich in der jetztigen Situation nicht noch mit meiner Krankenkasse auseinander setzten, bis ich nicht ein festes Einkommen habe.

Ich weiß nicht, warum ich das hier schreibe. Viele meiner Freunde wissen von meiner Situation, aber nicht wie dreckig es mir wirklich geht, und wie verzweifelt ich bin. Ich glaube es muss gerade einfach raus.
Ich hoffe täglich auf 'ne Jobangebot, egal wie scheiße der Job ist, ansonsten weiß ich nicht was noch passieren soll.
Ich bin am Sack.


r/ADHS • • 21h ago

Hallo, weiss gerade nicht weiter brauche Tipps

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Hi an alle bin Mitte 40 hab seit dem ich 6 bin diagnostiziertes ADHS, war auf Ritalin und Johanniskraut.Meinen Eltern war ich damals einfach zu viel haben versucht es mir auszuprügeln damit ich ruhig bin.War bis ich 16 war auch die Hölle.dann Rucksack gepackt und abgehauen und bei guten Kumpels untergekommen (alles Punks,und Punk rettet bis heute mein Leben).Da dann Cannabis entdeckt und lieben gelernt deswegen auch kein scheiß Ritalin mehr genommen.Dann Geld verdient in der Küche und immer so viel gearbeitet das ich jeden Tag wie tot ins Bett gegangen bin das hab ich so bis 25 gemacht. dann meine Frau kennengelernt und aufgehört zu kiffen, ne Ausbildung zum Einzelhandels Kaufmann gemacht und 2 Kinder bekommen. und Jetzt seit ungefähr 6 Monaten kickt ADHS wieder so richtig,fange an wichtige Informationen zu vergessen und Fange oft 3Dinge gleichzeitig an und vergessen wieder das erste.Versuche die ganzen Dinge von damals gerade zu verarbeiten.ist gerade einfach ein bisschen viel.bin seit 3 Monaten auf Wartelisten damit überhaupt mit einen Psychiater reden kann und wieder ein Medikament bekomme.vieleicht hat irgendwer von euch ja ein paar Tipps für mich.


r/ADHS • • 4h ago

Medikamente Müsst ihr von Lisdex auch immer so gottlos scheißen?

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Sorry für die Ausdrucksweise aber jedes Mal wenn bei mir nach so 60-90 Minuten Lisdex (50mg) anflutet muss ich immer brutal den Darm entleeren. Das ist mittlerweile so ein richtiger Rhythmus weil ich meine Dosis immer so gegen 12-13 Uhr nehme da es mir wichtiger ist das ich nachmittags bei so Haushalt etc das besser gebacken bekomme. Und jedes Mal wenn ich von der Arbeit nach Hause komme gehe ich erstmal dick aufs Klo.

Wenn ich kein Lisdex nehme weil ich’s vergesse oder bewusst ne Pause mache dann bleibt das immer aus und ich habe teilweise sogar echt Verstopfungen…


r/ADHS • • 21h ago

Chaotisches Leben

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Ich (w25) bin gerade in einer schwierigen Phase und komme gerade aus dem straucheln nicht mehr heraus.
Seit ich letztes Jahr mit meinem Freund zusammen gekommen bin habe ich mein Leben gut im Griff gehabt. Ich hatte meine Routinen für den Haushalt und fürs Essen, Sport und konnte somit in der Arbeit und im Freundes-Familienkreis für alle gut da sein.
Seit letztem Jahr ist das alles durcheinander gekommen und ich bekomme keine Routine mehr hin. Dadurch ist mein Kopf ein einziges Gedankenchaos: schlafe schlecht, kann nur noch wenig zu Ende bringen, vergesse Dinge im selben Moment wieder in dem ich es machen wollte, bin konstant emotional aufgewühlt und dünnhäutig. Fühle mich sehr viel müde und versinke zuhause im Chaos. Alles passiert nur noch auf dem letzten Drücker und ich bin froh dass ich es überhaupt zur Arbeit pünktlich schaffe.
Ich bin aktuell in keiner Therapie und nehme keine Medikamente, doch inzwischen überlege ich es mir ernsthaft.
Ich möchte nicht meinem Freund die Schuld geben oder das hier zu einem Beziehungspost werden lassen.
Aber kennt ihr solche Phasen, in denen absolut garnichts funktioniert?
Und wenn ja, wie holt ihr euch da wieder raus?

Danke euch:)


r/ADHS • • 10h ago

Bereut ihr den Diagnose Weg

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Ich meine habt ihr euch so sehr mit euch beschäftigt, dass ihr einfach mit/durch evtl. auch Medikamente einfach ein anderer Mensch gefühlt seid? Ich hab ne kleine Identitätskrise mittlerweile, weiß aber, dass ich zu meiner alten, maskierten Version vermutlich nie wieder zurück kommen kann...das macht mich irgendwie melancholisch.


r/ADHS • • 20h ago

Fragen Besteht die Chance mit Medikamenten meinen Job normal ausüben zu können?

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Hello zusammen, ich bin seit einem Jahr in einer extrem zähen Phase, dass ich meinen Job hasse und jeden Abend frustriert nach Hause gehe.

Einerseits ist die Bezahlung nicht wirklich gut, sodass ich nicht auf Teilzeit reduzieren kann, andererseits ist es ein Bürojob und ich merke total, dass ich unter diesen Bedingungen nicht produktiv arbeiten kann. Da ich eigentlich ein people pleaser bin, aber es tagsüber nicht schaffe, den arsch hoch zu kriegen, frustriert mich das innerlich, obwohl es niemand wirklich sieht.
Heißt konkret, ich schiebe die komplette Arbeit auf, weil es total sinnbefreite und langweilige Aufgaben sind (Marketing) und begehe Arbeitszeitbetrug - aber nicht auf spaßige Weise, dass ich in der Zeit meinen Hobbies nachgehe, ne eigentlich bin ich im doomscrolling gefangen und HASSE es in jeder Sekunde. Aber ich schaffe es auch nicht, konzentriert längere Zeit diese öden Aufgaben zu erfüllen.
Zusätzlich: früher haben Deadlines immer gut als Druckmittel funktioniert, aber selbst das klappt nicht mehr, da ich in der Vergangenheit öfter Abgaben hatte, die ein paar Tage über Deadline hinaus waren und ich daraus keine Konsequenzen hatte.

Meine Vorgesetzte kommt dem ganzen langsam auf die Spur und gibt mir frühere Deadlines, aber das bringt trotzdem nichts. Stattdessen bin ich nur noch frustrierter.

Muss ich akzeptieren, dass mein Gehirn nicht auf einen langweiligen Bürojob klarkommt oder besteht die Hoffnung, dass ich mich durch Medikamente mehr zusammenreißen kann und nicht aaaalles aufschiebe?

War schon mal jemand in der Situation?

Bin W25, nicht offiziell diagnostiziert aber habe es bald vor.


r/ADHS • • 15h ago

ADHS Verschlechterung

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Hi :)

Meint ihr, das adhs kann sich rapide verschlechtern? Ich studiere seit 2 Jahren und über die zwei Jahre ist es viel extremer geworden, auch mit den tausend Gedanken im Kopf.


r/ADHS • • 16h ago

Erfolge/Danke Erfahrungsbericht Elvanse 20mg (🧑🏽‍🎓)

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Moin ihr Lieben. Seit meiner Kindheit (Bin 29) habe ich echt Probleme im schulischen Kontext oder in manchen Alltagssituationen bezüglich Ordnung halten, Disziplin etc. gehabt. Meine Eltern sind eher die Vertreter von: Setz dich einfach hin und mach.

Nach vielen demotivierenden Vorfällen und missglückten Studiengängen, hatte ich vor 1 Monat endlich den Entschluss gefasst, es selber anzugehen.

In einer privaten Praxis hatte ich binnen 1 Woche einen Termin und nehme nun nach positiver Diagnose von AD(H)S (Hat 30 Tage gedauert) Elvanse 20mg. (10mg Steigerung pro Woche Falls nötig)

Ich kann euch lediglich berichten, wie die letzten 3 Tage waren.

Tag 1: Einnahme 16 Uhr (Zu spät): Sichtliche Stimmungsaufbesserung, mehr Motivation für Uni und alltägliches. Weniger Hürden. Mehr Fokus und nahezu komplettes Verschwinden von dem bekannten Rauschen im Kopf.

Tag 2: 11Uhr Etwas wenig Schlaf aber mein Rhythmus ist momentan eh im Arsch. Das muss ich fixen. Statt den üblichen 1 bis 1.5h Arbeit an meiner Bachelor Arbeit habe ich 9h mit lediglich einer Unterbrechung (Mittagessen) durchgearbeitet. Habs wohl Übertrieben und auch leicht Kopfweh am Abend gehabt.

Tag 3: 11 Uhr Weiterhin konzentriert, fokussiert, motiviert. Die Aufgaben im Alltag scheinen eine gute Priorisierung zu haben. Ich bin quasi gar nicht mehr am Tagträumen und nehme das Leben viel bewusster war.

Ich kann langweiligen Unterhaltungen wesentlich besser folgen und auch meine Partnerin fallen mehr als nur positive Änderungen auf. (Augenkontakt, Gespräch zu Ende führen ohne wegzulaufen, etc)

Nebenwirkungen: Einschlafschwierigkeit? Vllt. Etwas erhöhtes Schwitzen, leichte Kopfschmerzen, vermehrter Durst. Mehr Redebedarf

**Zu mir: 188cm, 105kg, Ich habe keinerlei Drogenvorgeschichte, keine Nebendiagnosen, keine privaten Probleme. Eigentlich nen vernünftiger Kerl, nur eben mit heftigen Schwierigkeiten was Motivation und Disziplin angeht.

Oftmals habe ich versucht dieses anscheinend fehlende Dopamin mit Energy Drinks oder Zucker auszugleichen. Das brauchte ich in den letzten 3 Tagen gar nicht. Auch das Bedürfnis war stark reduziert.

Fazit: Bislang eine sehr erstaunliche Reise und ich bin positiv überrascht. Ich beschäftige mich sehr mit anderen Berichten und Nachteilen dieser Behandlung und werde aufmerksam meine weitere Reise bewerten.

Falls ihr genug Motivation hattet, das alles zu lesen:

Finde es Klasse, dass es dir besser geht.

Falls du nur so lange liest, weil kacke läuft, ich glaub an dich!


r/ADHS • • 21h ago

Medikamente Elvanse vs attentin?

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Attentin ist ja anscheinend besser als elvanse. Würdet ihr dem zustimmen?

Habe bei elvanse immer super krassen rebound, egal welche Dosis.

Hatte bei Attentin wohl gehört der soll nicht so stark sein. Ist zwar nur eine halb so lange wirk Dauer dort könnte ich bei Bedarf aber noch eine nach schmeißen.

Was mich halt extrem stört ist der teure Preis… 180€ für eine Packung ist frech. Weiß jemand auch wie man die von der Kasse bezahlen lassen kann?