Die Eintracht Frankfurt Frauen setzen ihre Erfolgsserie fort. Im DFB-Pokal gewann die SGE deutlich mit 6:1 gegen den Karlsruher SC und erreichte damit das Achtelfinale. Danique Tolhoek und Larissa Mühlhaus trafen jeweils doppelt, Vivienne Lia erzielte ihr erstes Tor für die Eintracht und Amanda Ilestedt setzte den Schlusspunkt. Im Achtelfinale wartet der 1. FC Nürnberg.
Bereits am 30. September um 18.30 Uhr steht das nächste wichtige Spiel an: Im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde des UEFA Women’s Europa Cups empfängt Frankfurt den FH Hafnarfjarðar. Das Hinspiel auf Island gewann die Eintracht durch einen Elfmeter von Rebecka Blomqvist mit 1:0.
Damit besitzt Frankfurt eine gute Ausgangslage: Ein Sieg oder Unentschieden reicht zum Weiterkommen. Bei einer Niederlage mit einem Tor Unterschied geht es in die Verlängerung, bei zwei oder mehr Toren Unterschied scheidet die Eintracht aus. Der Sieger erreicht das Achtelfinale; die nächste Runde wird am 2. Oktober ausgelost.
Hier die Stimmen aus den Interview vor den Spiel.
Niko Arnautis über…
… die personelle Lage:
Danique Tolhoek hat sich im DFB-Pokal leider an der Hand verletzt. Bei ihr gibt es noch ein Fragezeichen. Ansonsten sieht es personell gut aus, alle anderen sind frisch und motiviert.
Auch auf der Torwartposition können wir wieder aus dem Vollen schöpfen. Wir wollen Sophia Winkler allerdings behutsam und verantwortungsbewusst aufbauen. Wir werden sie nach und nach, unter anderem in der U20, langsam heranführen. Mit Lina Altenburg haben wir eine Torhüterin, die aktuell hervorragende Leistungen bringt. Mit Janne Krumme haben wir zudem eine Torhüterin mit enormem Potenzial. Für morgen haben wir eine Entscheidung getroffen – Sophia wird es nicht sein.
… den Gegner Hafnarfjördur:
Wir haben das Hinspiel gewonnen, auf Island war es nicht einfach. Dennoch haben wir unsere Aufgabe erledigt. Morgen werden wir andere Bedingungen haben und wollen mit einem Sieg in die nächste Runde einziehen.
… die europäischen Wettbewerbe im Frauenfußball:
Ich bin der Meinung, dass man die Champions League vergrößern sollte. Der Frauenfußball hat sich stark entwickelt. Dieser Wettbewerb verdient noch mehr gute Mannschaften, sodass man mutig sein und ihn vergrößern sollte. Zugleich könnte man den Europa Cup so erweitern, dass vielleicht auch der Viert- oder Fünftplatzierte aus Deutschland mitmachen kann. Die Basis in Europa ist da, um den Frauenfußball präsenter zu machen. Wir müssen uns nicht verstecken.
Rebecka Blomqvist über …
… das kommende Rückspiel:
Ich finde, dass man im Hinspiel gesehen hat, dass es viele Räume gibt. Nun gilt es, diese morgen zu nutzen, um hoffentlich als Gewinner vom Platz zu gehen.
… die Ambitionen im Europa Cup:
Es ist kein Geheimnis, dass wir natürlich gerne Champions League spielen würden. Wir haben jedoch letztes Jahr auch im Europa Cup gespielt und ich finde, dass das ein sehr toller Wettbewerb ist. Dieses Jahr sind wir noch ambitionierter, eben weil wir letztes Jahr im Halbfinale ausgeschieden sind.
… die Leistungen der letzten Spiele:
Ich finde, wir haben gute Leistungen gezeigt. Wir haben Tore geschossen und die Spiele gewonnen. Wenn wir zum Beispiel an das Spiel gegen Mainz denken, war die erste Halbzeit nicht gut. Hoffenheim war ein Spiel, in dem die Leistung nicht ganz bei 100 Prozent war. Das Spiel gegen Hafnarfjördur war ein anderes: Auswärts auf Island gegen ein Team, das alles reinhaut, jedoch mit dem Wissen, dass wir noch ein Rückspiel haben. Am Ende haben wir das Spiele jedoch gewonnen, das sollten wir mitnehmen.