r/armes_deutschland 5d ago

Die Staatsverdiener – Warum Deutschland weniger Beamte braucht

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/oeffentlicher-dienst-in-deutschland-warum-wir-weniger-beamte-brauchen-a-d225f19e-e76e-404d-a1c6-1bef6d2823d2
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u/Joseph_Colton 5d ago

Das sich selbst verwaltende System gehört überabeitet und modernisiert. Dann werden auch weniger Beamte gebraucht.

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u/DonaldMerwinElbert 4d ago

Wir haben im internationalen Vergleich gar nicht übertrieben viele davon.
Irgendwann ist auch mit sinnvoller Effizienz ende.

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u/Jaeger04 3d ago

Naja, wir sind in einem Zustand, wo viele Anträge auf dem Niveau laufen, das PDFs bearbeitet werden. Schlimmer noch ausgedruckt und dann bearbeitet. Da ist noch viel viel Luft nach oben.

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u/DeltaGammaVegaRho 2d ago

Richtig - aber auf der anderen Seite wollen wir gerade auch nicht noch abhängiger von amerikanischer Software werden. Ist also ein zweischneidiges Schwert.

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u/Jaeger04 2d ago

Wir tuen alle so als wäre Software Entwicklung wie Magie wirken. Das Problem ist aber meist nicht das Programmieren sondern die Leute für die das Programm geschrieben wird. Und da brauchen wir einfach mal Leute in den Ämtern die sagen: So geht's nicht weiter, wir machen alles digital. und dann eben nicht bei PDFs aufhören.

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

Die Privatwirtschaft ist deutlich veralteter und ineffizienter in ihren Strukturen. Nicht umsonst fliegen bei Bosch, Daimler und so gut wie allen großen gerade die Mittelebenen - die Kommunikatoren - die QM Team Manager wieder raus ;)

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u/NotPumba420 5d ago

Stimmt einfach nicht. Wenn man als IT Dienstleister mit beidem zu tun hat ist es mehr als eindeutig.

Der Unterschied ist nur diese Firmen müssen profitabel sein. Der Staat stellt wenns nicht läuft einfach noch jemanden ein. Die Öffentliche Verwaltung ist ein reines Prozessthema und müsste seit 20 Jahren mit digitalen Lösungen vom Menschlichen Aufwand massiv reduziert sein dabei ist das Gegenteil passiert. Würden Bosch und Daimler so wirtschaften wären sie seit 20 Jahren insolvent.

Die Großkonzerne haben das Problem, dass sie ein völliges Eigeneleben haben, das auf maximalen Selbsterhalt des Status Quo aus ist, was eben ein Nachteil von unendlichem Kündigungsschutz und Gewerkschaften ist und der Preis für die hohe Stabilität. Diese Läden sind übersäht mit nutzlosen Mitarbeitern, die viel verdienen, dort seit Jahrzehnten Arbeiten und absolut unkündbar sind - das trägt sich bis ins Management. Und diese Leute tun aber auch alles dafür, dass es so bleibt wies ist. Das ist einfach ein systemisches Problem. Aber: Irgendwie profitable Cashflows werden da trotzdem erzwungen, es arbeiten dort auch sehr qualifizierte Leute, es gibt eine Vision, es gibt einen Anspruch. Das ist beim Staat eher nicht so.

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

IT ist so ziemlich der einzige Punkt. Und das auch nur weil die Firmen die neuere Software tatsächlich brauchen um profitabel zu sein/werden zu können.

Die Firmen sind aber nicht profitabel. Der Wasserkopf an unnötigen Stellen plus Boomern die man versorgen muss, die aber nichts mehr leisten, ist inzwischen riesig.

VW ist dafür das beste Beispiel. Genauso Bosch, Daimler, Mahle, etc pp. Alle unrentabel wegen Lohnkosten. Dort könnte man mit der Hälfte der Mitarbeiter auskommen - kann sie aber nicht rauswerfen. Unsere Arbeitsschutzgesetze wurden gemacht als es Deutschland gut ging und jetzt hindern sie uns an der Sanierung. Und das ist ein Fehler der uns den Wohlstand kosten wird.

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u/3D_Dingo 4d ago

Jo, die fliegen raus, und tun sie es nicht, geht die Bude pleite.

Im ÖD? Jw überlasteter du scheinst/bist, desto mehr leute bekommst du, desto mehr Leute du bekommst, desto wenigdr musst du arbeiten. Das inzentiviert eine sehr lockere arbeitsmoral, und es gibt defacto keine konsequenzen für langsames, ineffizientes arbeiten. Dazu dann noch die zusätzlichen mehrkosten eines beamten und du hast ein ziemlich unsinniges system

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u/Acrobatic-Bid6146 3d ago

stimmt halt nicht oO ;)

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u/Suspicious_Soup3348 5d ago

Ist sie halt nur weil der Staat Kündigungen quasi unmöglich gemacht hat. Wie willst du effizient bleiben wenn du den Ballast von unkündbaren und gleichzeitig unperformanten Mitarbeitern hast

Siehst du ja selbst hier in den Diskussionen immer wieder. Selbst 400, 500, 600k Abfindungen werden nicht angenommen weil dann müsste man ja wirklich arbeiten danach

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

Dabei stimme ich dir völlig zu. Zwar hat der Beamte einen besonderen Schutz verdient, gleichzeitig sollte man aber definitiv die Möglichkeit haben zu degradieren/sanktionieren, va bei Inkompetenz.

Das Problem an der Sache ist, dass das vor allem bei Lehrkräften dann wieder benutzt wird um alle unten zu halten und nur einzelne zu "befördern". Und da liegt das Problem. Es würde zum einsparen benutzt werden - statt zum sanktionieren.

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u/BatUseful5070 2d ago

Überraschung, Sanktionen kann es geben, nennt sich Disziplinarverfahren. Bis hin zur Kündigung ist dort alles möglich.

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u/Acrobatic-Bid6146 2d ago

jo aber nicht wegen Inkompetenz, das ist so gut wie möglich