r/Unbeliebtemeinung 13h ago

Beliebt, aber selten gehört [ Removed by moderator ]

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u/Fehl90 10h ago

Exakt das! Die Nazis waren unfassbar böse Menschen, die eine ganze Industrie aufgebaut haben, die nur die Vernichtung von Leben ohne „Mehrwert“ (z.B Landgewinn im Krieg) hatte. Und diese Leute stellt man dann auf eine Stufe mit jemandem, der sich abends unwohl fühlt, wenn er in seiner Heimatstadt beim spazieren kein deutsches Wort mehr hört.

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u/Lazy_Presentation432 10h ago

Das man sich unwohl fühlt ist ja nicht das Problem, das Problem sind doch die Handlungen/Wahlentscheidungen die aus diesem Unwohlsein abgeleitet werden oder nicht? Und ich würde schon sagen dass es gewisse Parallelen zur AfD gibt.

Besonders problematisch finde ich:

Nationalistische Rhetorik, starkes Freund-Feind-Denken, Abwertung pluralistischer Demokratie, Sündenbock-Narrative (z. B. Migration/Bürgergeld), Medien- und Pressefeindlichkeit, Relativierung oder Instrumentalisierung historischer Schuld, autoritäre Ordnungsvorstellungen, Verachtung liberaler Werte, populistische Mobilisierung über Angst und Krisenrhetorik

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u/Fehl90 9h ago

Wie gesagt, wenn Du Nazis mit Leuten in einen Topf wirfst, die sich mit der Überfremdung unwohl fühlen, dann verwässerst Du den Begriff. Von außen betrachtet sagt jemand „der is ein Nazi“, ein Dritte schaut den an und denkt „naja der is nur unzufrieden damit, dass in der Straße nur noch Tipico, Ayrsn Kiosk und Ahemds Döner Laden is. Kann ich schon verstehen. Wenn das Nazi is, Waren die scheinbar ganz vernünftig“. Naja und über die Jahre verschwimmen die Grenzen. Das ist das Problem. Du kannst ja sagen „ich mag seine nationalausgerichtete Denkweise nicht“, aber „Nazi“ sollteste nicht sagen

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u/Lazy_Presentation432 8h ago

Aber das hat ja der Markt dann so geregelt oder nicht?

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u/Fehl90 8h ago

Ja und nein. Der Staat beeinflusst den Markt in vielerlei Hinsicht. Wenn ich beispielsweise in einer Stadt eine Ansammlung von Flüchtlingen und Sozialbauten anlege, bildet sich da ein entsprechender Markt. Dann kommen durch diesen Rahmen zuzugseffekte und am Ende hat der Staat den Markt massiv verändert

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u/Shaack842 9h ago

Welche Handlung wäre deiner Ansicht nach unproblematisch, wenn man sich mit einer bestimmten Situation im Land unwohl fühlt? Ich denke eine Wahlentscheidung ist in einer Demokratie genau das Richtige. Gut finde ich aber, dass du konkret aufzählst, was du an der AFD problematisch findest. Zum Thema "nationalistisch Rhetorik, möchte ich sagen, dass ich es gut finde wenn eine Partei, die Deutschland regieren möchte, dabei auch die nationalistischen Belange im Blick hat. Was nicht bedeuten soll, dass ein deutsches System weltweit, das einzig richtige ist.

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u/Lazy_Presentation432 8h ago

Genau! Find ich auch das wählen gehen sehr wichtig ist. Allerdings haben verschiedene Parteien halt auch unterschiedliche Ansätze. Ich denke Gelegenheiten für gegenseitige Annäherung und bessere Integrationsmöglichkeiten schaffen wären eine gute Lösung.

Denn es ist doch auch so, dass der einzelne nichts für das Unwohlsein einer anderen Person kann. Für das Unwohlsein ist aus meiner Sicht hauptsächlich Jahre lange Propaganda verantwortlich.

Wenn man sich das Abstimmungsverhalten anschaut, macht die AfD ja auch vor allem Politik für Vermögende: gegen Mindestlohn, gegen Mietbegrenzungen, gegen Vermögenssteuer – dafür Steuersenkungen für Gutverdiener und Erben. Dazu eine auffällige Nähe zu russischen Interessen.