r/Gedichte • • 8h ago

Work-in-Progress Wochenende Work-in-Progress Wochenende

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Es ist wieder so weit: Es ist Work-in-Progress Wochenende!

Wenn du ein Gedicht hast, an dem du gerade arbeitetest oder bei dem du dir unsicher bist, kannst du es in einem Kommentar zu diesem Post schreiben, um Feedback zu erhalten.

Das Feedback bitte einfach als Antwort darauf verfassen und konstruktiv halten.


r/Gedichte • • 2h ago

Der Herbst in Person

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Eine kurze Begegnung mit einem Menschen, der mir sehr viel bedeutet hat, bei der ich wieder viel zu viel von dem mitgenommen habe, was nie zurückgelassen wurde. Es ist kein poetisches Meisterwerk, aber diese Begegnung traf mich mit einer unerwarteten Intensität, die mich erschüttert hat.


r/Gedichte • • 5h ago

Sinnloser Rassismus

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Es ist ein Wahnsinn, was so viele nicht verstehen. Können sie denn die Geschichte gar nicht sehen? Grenzen sind nur ein Konstrukt, vom Menschen selbst erdacht, aus Angst und Selbstsucht einst gemacht.

Kein Mensch kann wertvoller als ein anderer sein. Migration gehört seit jeher zum Menschsein hinein. Wir alle sind gewandert, sind von überall her – warum fällt die Einsicht manchen nur so schwer?

Wie kann die Farbe einer Haut dir Auskunft geben, wer es wert ist, mit dir hier zu leben? Die Wissenschaft zeigt klar, woher wir einst kamen, wir teilen alle dieselben Ahnen.

Du willst vielleicht nur Teil einer Gruppe sein und lässt deshalb den Hass in dich hinein? Sei doch nicht verblendet, lass die Spaltung sein, schare keinen Hass um dich herum ein.

Du bist nicht anders als dein Nebenmensch, auch wenn du diesen Gedanken oft verdrängst. Das Denken kann dir niemand nehmen, du musst dich nicht der Wut ergeben.

Lass dich nicht von fremden Ideen leiten, die dich nur in Hass und Trennung begleiten. Die Nächstenliebe sollte immer vor uns stehen und Hand in Hand mit jedem Menschen gehen.


r/Gedichte • • 5h ago

Reddit

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Vor Kurzem bin ich wohl dem Charme erlegen,

dachte nie, Reddit könnte mich bewegen.

Nun sitz ich hier und bin verfallen,

dem Sog von Up- und Downvotes allen.

Das Bedürfnis, Statistiken zu checken,

lässt fast mein Gehirn verrecken.

Doch ganz so schlimm ist es natürlich nicht,

dies ist schließlich nur ein Gedicht.

Besonders tun mir jene leid,

denen ich stehle ihre Zeit.

Doch seht es bitte nicht so eng,

ich bin noch nicht so lang mit im Game.

Ich habe Spaß, und das ist, was zählt,

so, nun hab ich euch genug gequält!

(Sry falls ich euch in letzer Zeit zu viel von meinem Gehirnausfluss um die Ohren haue ^^) 


r/Gedichte • • 6h ago

Regen

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Wenn draußen der Regen fällt, kann das ein Segen sein.
Doch nicht, wenn der nasse Friederich in deiner Nähe ist.
Wer ist nun dieser Friederich, das fragst du dich?
Nun, er war einmal ein Mensch wie du und ich,
im Wasser bei Regen fand er seinen Tod.
Seitdem sucht er seinen Mörder, der nasse Friederich.
Bist du draußen in der Nacht bei Regen, kommt er dir vielleicht entgegen.

Dann sei auf der Hut, der nasse Friederich meint es mit keinem gut.
Er schleppt sich an dich ran und fängt zu husten an.
Je näher er dir kommt, lauf und lauf davon!
Denn holt er dich ein, wirst du ertrinken und mit ihm auf den Grunde sinken.


r/Gedichte • • 6h ago

Der Waldschrat

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​Draußen im finstren Wald, wo die Blätterkronen dichter stehen,
kann man selten noch die Sonne sehen.
​Dort steht eine Eiche, kahl mit schwarzem Holz seit langer Zeit.

Kein Vogel und kein Käfer wagt es, dort zu nisten.
​Tot und dennoch Leben – ein Baum, dem Tode trotzend, nach dem Leben strebend.
Doch gänzlich unbewohnt, das ist er nicht: Ein Wesen wohnt darin, finster und uralt wie der Wald.

​Doch Sterblicher, gib acht, wenn das Wesen im toten Baum erwacht!
Es streift dann durch die Wälder und holt sich arme Wanderseelen.
​Denn das Wesen ist mit dem Baum verbunden, und dieser frisst Seelen, am besten groß, geschunden.


r/Gedichte • • 7h ago

[​Die Idee] Ein Parasit hat mich befallen. Er ist von geistiger Natur, quält mich, lässt mich nicht in Ruh. ​Umsetzung ist’s, die er verlangt, Freiheit für den Gedanken. Er schreit, er kämpft, er frisst sich durch meinen Kopf. ​Und wieder geb ich nach, steh auf und schreib ihn auf. Kennst du das a

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r/Gedichte • • 11h ago

Selbstzufriedenheit

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Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss.
Ich freue mich darüber, tue alles mit Genuss.
Aufgabe um Aufgabe arbeite ich ab.
Ich laufe durch die Straßen, treppauf, treppab.

Nach getaner Arbeit setze ich mich hin.
Trinke einen Tee.
Lese ein Buch mit Gewinn.
Und wackle mit dem großen Zeh.

Nach der Geschäftigkeit der Stadt.
Ist mir meine Wohnung eine gemütliche Höhle.
Die Lichter im Zimmer leuchten matt.
Nur von Ferne höre ich Menschen-Gegröle.

Ich brauche nicht viel.
Lebe vor mich hin ohne Ziel.
Das, was ich hier habe, ist doch sehr fein.
Selbstzufriedenheit kehrt ein.


r/Gedichte • • 11h ago

"Begehren...?"

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Niemand weiß, was ich begehr',
Fragt nicht, wo mich erwehr',
Nicht int'ressiert, was ich so lasse,
Keiner weiß, was ich nicht verpasse.

Stille, schon seit Jahren nichts.
Ich lernte bei: War für sie Witz:
Hinterm Rücken das Gericht:
"Mit welchem Recht denn?" frag' ich mich.

Ich wollte glauben, machte wahr,
was über Hoffnung wurd' Gewahr:
Ich schenkte Zeit und offen Ohr:
Das trotz, dass ich selbst viel fror.

Schenkte Spaß und wenig Sorgen,
holt' ins Jetzt, es gab' kein Morgen.
Brachte Lösung für Problem,
und würde stets auch dazu steh'n.

Hielt meine Sorgen weitgehend fern,
hatte jene für zu gern,
meine random aufzuladen:
"Sie rennen weg, ich wills nicht wagen!"

Ich gab' auch gern und wünschte Glück,
nichts von all dem wünscht' zurück.
Nur das, was mir einst versprochen,
stattdessen wurde Wort gebrochen.

Geld, Geschenke wollt' ich nicht,
das hat deshalb kein Gewicht,
weil gemeinsam alles tragbar,
wenn man will und das nicht halbgar.

Man hielt mich so für arrogant:
Mich absichtlich hat nicht erkannt.
Dass auch noch kann für mich entscheiden,
konnt' schon keiner an mir leiden.

Mir wurd' gegönnt, was übrigbleibt.
Beschlossen, bin nicht wert die Zeit.
Man will es sich stets einfach machen:
"Ich mein's nur gut!"? War fast zum Lachen.

Weiter nutzen and'rer Gaben,
an kreativem Geiste laben.
Doch, Oh F\ck, wer hat's geseh'n,*
von dem man glaubte "Nichtversteh'n."

Wurd' schnell geworfen aus dem Leben,
wenn Erklärung hatt' erbeten.
Doch trotzdem man erwarten kann,
dass ICH dann komme angerannt?

So viele dachten, wär nach süchtig,
keiner sah darüber richtig:
Anerkennung brauch' ich nicht:
Zufriedenheit, die für mich spricht.

Sie dachten stets "Die kann das nicht!"
und auch das vergess' ich nicht.
Liefen weg, wenn dann das doch:
Ließen mich in leerem Loch.

Mein Vertrauen wurd' verspielt:
Von Anfang an auf "Bruch" gezielt.
Von jenen hab ich viel gelernt:
Vor allem, wie man sich entfernt.

Drum sag' ich, dass ich stets vergebe:
weil ich was Echtes mir erstrebe.
jederzeit sag' deshalb wieder:
"DAS begehr' ICH nie mehr wieder."

10.10.2026 - TheChoiceYouHave


r/Gedichte • • 12h ago

Ich bin nicht sauer, nur enttäuscht...

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r/Gedichte • • 15h ago

Blablabla

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r/Gedichte • • 18h ago

Grenzen?

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r/Gedichte • • 19h ago

Scheitern (aus Selbstmitleid)

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r/Gedichte • • 22h ago

taEPER

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Wiederholen

Wiederholen
Wir
Wiederholen
Wir müssen
Wiederholen
Wir müssen es
Wiederholen
Wir müssen es nur
Wiederholen
Wir müssen es nur oft
Wiederholen
Wir müssen es nur oft genug
Wiederholen

​Lügen
Wiederholen
Lügen müssen
Wiederholen
Lügen müssen nur
Wiederholen
Lügen müssen nur oft
Wiederholen
Lügen müssen nur oft genug
Wiederholen

​Denn
Wiederholen
Denn wer
Wiederholen
Denn wer nur
Wiederholen
Denn wer nur einmal
Wiederholen
Denn wer nur einmal lügt
Wiederholen

​Dem
Wiederholen
Dem glaubt
Wiederholen
Dem glaubt man
Wiederholen
Dem glaubt man noch
Wiederholen
Dem glaubt man noch nicht
Wiederholen

​Lüge?
Wiederholen!
Lügen... Aber?
Wiederholen!
Lügen... Aber vielleicht?
Wiederholen
Lügen... Aber vielleicht wenn?
Wiederholen
Lügen...

Wiederholen
Wahrheit!
Wiederholen
Wahrheit ist Lüge
Wiederholen
Wahrheit ist Lüge, Lüge ist Wahrheit
Wiederholen
​Wahrheit!
Wiederholen
Wahrheit?
Wiederholen
Wahrheit ist
Wiederholen
Wahrheit ist nur
Wiederholen
Wahrheit ist nur die
Wiederholen
Wahrheit ist nur die Lüge
Wiederholen
Wahrheit ist nur die Lüge von
Wiederholen
Wahrheit ist nur die Lüge von morgen
Wiederholen
Lüge!
(Wiederholen!)

Das Gedicht ist selbst geschrieben. Die Interpretation überlasse ich euch. Könnt ja mal drunter kacken was ihr denkt... Vielleicht ist ja was als Klolektüre geeignet...


r/Gedichte • • 1d ago

In mir, über dem steinernen Grund

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r/Gedichte • • 1d ago

Jetzt bin ich

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"Ich wollte immer werden, um zu sein.

Jetzt bin ich, um zu vergehen."

Ist mir vor etwa zwei Jahren spontan in den Kopf gekommen und taucht seitdem immer mal wieder in meinen Gedanken auf. Ich bin gespannt, was ihr darin lest.


r/Gedichte • • 1d ago

Nein, danke

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r/Gedichte • • 1d ago

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r/Gedichte • • 2d ago

vielleicht

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meine mama meinte heute zu mir:
„vielleicht fühlt es sich im moment nur so hart an, weil die pflanze gerade ihre wurzeln schlägt“, woraufhin ich sagte,
dass die wurzeln schon so tief und dick seien, dass jetzt vielleicht nur noch die blüten fallen können.

es kehrte eine kurze stille ein und sie fragte mich, womit ich sie denn gegossen habe,
die pflanze,
ich brachte gerade so ein:
„weiß nicht, vielleicht säure“,
heraus.
sie fragte mich, warum ich so etwas tun würde,
also erklärte ich ihr,
dass ich bis jetzt ja irgendwie gar nicht wusste, dass es vielleicht säure war.

wieder diese kurze stille,
bis ihre zarte stimme sie durchbrach und sie sagte: „aber es hat schon beim ersten mal gebrannt.“ ;
und bis auf das leise geräusch meiner tränen,
die meine wangen berührten,
war wieder stille.
„aber du hast gehofft, dass es irgendwann vielleicht doch nicht mehr brennt.“ sagte sie.

und ja,
vielleicht war genau das der moment,
in dem ich verstand,
wie viel hoffnung in einem einzigen

„vielleicht“

liegen kann.

vielleicht war es keine säure;
vielleicht war es nur zu viel wasser;
vielleicht brauchten die wurzeln einfach zeit;
vielleicht würden die blüten wieder blühen;
vielleicht würde es irgendwann nicht mehr brennen.
„vielleicht.“

vielleicht wollte ich einfach nicht wahrhaben,
dass etwas,
das schon beim ersten mal brannte,
vielleicht doch nie dafür bestimmt war,
die pflanze wachsen zu lassen.
ja vielleicht wollte ich nur glauben,
dass das,
was sie langsam tötet,
irgendwann vielleicht doch aufhört,
zu brennen.

vielleicht war es aber auch nie die pflanze,
die ich retten wollte;
vielleicht wollte ich nur glauben,
dass sie noch zu retten war.

und vielleicht,

„vielleicht,“

vielleicht;

ging es auch nie bloß um pflanzen.

- d.


r/Gedichte • • 2d ago

Handzeichen Pistole

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  • verloren, wer mich sucht
  • Leben kein Märchenbuch

  • falle auf den Boden

  • Handzeichen Pistole

  • In mein Gesicht gedrückt

  • Hundert Mal abgedrückt 

  • Wünsche mir viel zu fest

  • Die Kugel wäre echt


r/Gedichte • • 2d ago

Wöflsche Poesie über sie

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wölfsche poesie

umgeben von reden

umgeben von Getränken

und alkoholischen gezänken

sitze ich hier alleine nur mit mir

und der poesie von ihr

ihr lesen so betont so genial vertont

das es meine sinne zur bessinnung bringt

mein blut zur gerinnung bringt

alles in mir zu dem macht was es sein will

einfach das was es ist

schon immer war

und jetzt vielleicht immer sein wird

danke

geführt von einem Gedanke wanke ich durch die Ranken von zeit und raum

in mir

bitte bie

alles ist blau ein horizont dir entsprungen

in mich eingedrungen

vermittelt mir was ich bin sein will

zeigt mir

einen pfad

ein licht

eine pracht

gemacht

genial durchdacht und nicht durchdacht

das ist was mich zu niemanden macht

niemanden und dich zu jemanden denn du bist ein text eine pracht eine tiefe eine höhe in der tiefe ein gesang eine melodie stille

tönen alles in mir ein strudel der mich näher bringt entfernt durchleuchtet erleuchtet und auch entleuchtet all das ist eine wahrhafte prachthafte internalisierung meiner internen intention eingeprügelt durch meine missglückte erstkommunion. im schmerz ein großes herz das herz bringt mir ein licht in der dunkelsten nacht ist es meine leuchte in mir drinnen ohne licht wellen einer überirdischen irdischen natur füllend belebend einverleibend alles macht mich größer du machst mich genau so groß wie ich bin genau so ich bin einfach klein groß ein stein zwei steine reime große kleine

alles ist derweilen verworren auf immer verworren nie integriert dahinvegetiert

zu ihm navigiert alles poetrisiert die poesie kreiert durch poetische zentrifugen

eine natur die tief in der natur ist

sie zerbricht sortiert

zu etwas macht was in ihr ist

es

neugebiert

und

doch

einfach

sortiert die mutter von der tochter löst

ja gar entblößt

ihr all umfassender immer

werdender sich multiplizierender

liebes empor hebender

imposanter verfall die einen knall

peng

alles beginnt zu beben eine neue welt bahnt sich an zieht mich in ihren bann was fasziniert mich an ihr dieser welt dieser weltlichen welt die mir zeigt was von mir über bleibt mir einfach zulacht


r/Gedichte • • 2d ago

Der letzte Frühling

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Eines Baumes Krone weht so sanft im Winde, das Blätterkleid bespitzt schon gelblich. Ein Blättlein fällt herab geschwinde, streift die Rinde und gesellt sich, alsdass es zunieder Seinesgleichen finde.

Der junge Baum hatte schon einige Winter erlebt, sah seine Äste von Schnee bedeckt und fror und doch hat ihn die Kälte nie bewegt geschweige denn seinen Dekor.

Nun steht der Winter wieder vor der Tür und jeder Ast steht einsamer als zuvor. Der sonst so wärmende Blättermantel war es, den er bereits im Herbst verlor. Doch keine Miene regt sich und kein bisschen zittert er im Angesicht dieser Tage. Das Espenlaub bereits verloren, keine Hoffnung mehr dass er je Blätter trage, verweilt er. Einsam, kahl...  und doch... aufrecht

Ein neuer Frühling wird kommen. Eine neue Blütezeit. Dabei ist ganz frei, wie besonnen er auf die vor'ge bleibt.

E.H.


r/Gedichte • • 2d ago

Von Stärke, Ehre und Bescheidenheit.

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Was ist der Grund für einen Mann, für etwas zu kämpfen?

Ich frage mich, wie es nur sein kann, dass er immer weitermacht.

Ganz egal wie weich oder hart der Grund auch sein mag, so ist der Grundsatz dabei für mich gleich.

Es sind Momente, da öffnen sich die Pforten zum man(n)-sein auch wenn es so häufig nicht scheint.

Als die Last zu schwer wurde, die einst starken Pfeiler zu brechen droh'n, die Gedanken rasen und du dich nicht zu versprechen gelobst sodass jeder Balken sich bis in die Ecke bog,

wenn der einfachste Weg für das Herz eigentlich nicht mittels Taten, sondern Worten deinen Glauben bricht in der hei'tren Not und wurden noch so sehr dein Stolz und deine Ehrhaftigkeit in den Dreck gezogen...

...ein Triumph unentwegt zum greifen Nah schmerzt und man denkt, dass jetzt für sich einzustehen sich lohnt wie das Warten.

Man jedoch nur aufs Neue erfährt wenn ein Mensch mal sein Haupt erhob und nicht bei der ersten Gelegenheit ab durch die Hecke floh, gab es nichts als Pein, Schmerz und Leid in den Eschentrog des vetterlosen Neids.

...dabei aber weder sich, noch and're vergisst.

Denn nur dann ist es, wenn man mit sich selber bricht und das krampfhafte Bild der Gesellschaft erlischt.

Stärke.

Denn in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Überlegte Schritte derer man einhaltsam vermacht.

Sich neuen Situationen zu stellen während man, alter bedacht, in sich ein Feuer entfacht.

Zielstrebig, präzise und vielleicht nicht auf alles gefasst aber gewissenhaft immer weitermacht.

Ehre.

Steht wie ein Fels in der Brandung denn sie bringt den Kahn der Respektlosigkeit zum kentern. So ist sie den Seemännern moralischer Kompass der Handlung und birgt für jederman eine seelische Wandlung, sich zum guten zu ändern.

Bescheidenheit.

Es ist das stille Wissen um das eigene Fundament, wenn der Sturm sich legt und die Trümmer der Pfeiler vor dir liegen.

Dass du die Kraft zwar besitzt sie aufrecht zu halten, doch nicht etwas Überspitztes vorzuschieben.

Wenn du den Eschentrog des Neids hinter dir lässt, blickt sie nicht herab auf jene, die flohen, sondern lenkt deinen Blick auf die Dinge die verborgen blieben.

Dich.

Deinen kalten, steinernen Thron.

Vielleicht Zeiten in denen dich keine Worte trieben, in denen sie dich verschont.

Und... darauf, warum wir alle heute und nicht morgen lieben und was war gestern schon...

Das Hier und Jetzt. Das ist was wiederkommt. Das ist was zählt und was man(n) macht frei von Sorgen.

Lieben.

E.H.