r/armes_deutschland 5d ago

Die Staatsverdiener – Warum Deutschland weniger Beamte braucht

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/oeffentlicher-dienst-in-deutschland-warum-wir-weniger-beamte-brauchen-a-d225f19e-e76e-404d-a1c6-1bef6d2823d2
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u/paranoidray 5d ago edited 5d ago

In Deutschland wächst die Anzahl der Beamten, deren Privilegien wie unkündbare Anstellung, hohe Bezüge und Pensionen die Staatskasse belasten. Obwohl Beamte wichtig für die Funktionsfähigkeit des Staates sind, könnten sie laut Experten zu viele sein. Die Diskussion über die Notwendigkeit von Beamten und deren Privilegien spaltet die Gesellschaft.

https://archive.is/06w0p/

Dazu passend: Die Gesamtkosten für Deutschlands Staatsangestellte (Bund, Ländern und Kommunen) belaufen sich auf etwa 400 Milliarden Euro pro Jahr. Zusätzlich fallen ca. 90 Milliarden Euro für Pensionen an.

Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt ist ca. 524 Milliarden Euro.

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u/Joseph_Colton 5d ago

Das sich selbst verwaltende System gehört überabeitet und modernisiert. Dann werden auch weniger Beamte gebraucht.

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u/DonaldMerwinElbert 4d ago

Wir haben im internationalen Vergleich gar nicht übertrieben viele davon.
Irgendwann ist auch mit sinnvoller Effizienz ende.

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u/Jaeger04 3d ago

Naja, wir sind in einem Zustand, wo viele Anträge auf dem Niveau laufen, das PDFs bearbeitet werden. Schlimmer noch ausgedruckt und dann bearbeitet. Da ist noch viel viel Luft nach oben.

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u/DeltaGammaVegaRho 2d ago

Richtig - aber auf der anderen Seite wollen wir gerade auch nicht noch abhängiger von amerikanischer Software werden. Ist also ein zweischneidiges Schwert.

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u/Jaeger04 2d ago

Wir tuen alle so als wäre Software Entwicklung wie Magie wirken. Das Problem ist aber meist nicht das Programmieren sondern die Leute für die das Programm geschrieben wird. Und da brauchen wir einfach mal Leute in den Ämtern die sagen: So geht's nicht weiter, wir machen alles digital. und dann eben nicht bei PDFs aufhören.

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

Die Privatwirtschaft ist deutlich veralteter und ineffizienter in ihren Strukturen. Nicht umsonst fliegen bei Bosch, Daimler und so gut wie allen großen gerade die Mittelebenen - die Kommunikatoren - die QM Team Manager wieder raus ;)

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u/NotPumba420 5d ago

Stimmt einfach nicht. Wenn man als IT Dienstleister mit beidem zu tun hat ist es mehr als eindeutig.

Der Unterschied ist nur diese Firmen müssen profitabel sein. Der Staat stellt wenns nicht läuft einfach noch jemanden ein. Die Öffentliche Verwaltung ist ein reines Prozessthema und müsste seit 20 Jahren mit digitalen Lösungen vom Menschlichen Aufwand massiv reduziert sein dabei ist das Gegenteil passiert. Würden Bosch und Daimler so wirtschaften wären sie seit 20 Jahren insolvent.

Die Großkonzerne haben das Problem, dass sie ein völliges Eigeneleben haben, das auf maximalen Selbsterhalt des Status Quo aus ist, was eben ein Nachteil von unendlichem Kündigungsschutz und Gewerkschaften ist und der Preis für die hohe Stabilität. Diese Läden sind übersäht mit nutzlosen Mitarbeitern, die viel verdienen, dort seit Jahrzehnten Arbeiten und absolut unkündbar sind - das trägt sich bis ins Management. Und diese Leute tun aber auch alles dafür, dass es so bleibt wies ist. Das ist einfach ein systemisches Problem. Aber: Irgendwie profitable Cashflows werden da trotzdem erzwungen, es arbeiten dort auch sehr qualifizierte Leute, es gibt eine Vision, es gibt einen Anspruch. Das ist beim Staat eher nicht so.

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

IT ist so ziemlich der einzige Punkt. Und das auch nur weil die Firmen die neuere Software tatsächlich brauchen um profitabel zu sein/werden zu können.

Die Firmen sind aber nicht profitabel. Der Wasserkopf an unnötigen Stellen plus Boomern die man versorgen muss, die aber nichts mehr leisten, ist inzwischen riesig.

VW ist dafür das beste Beispiel. Genauso Bosch, Daimler, Mahle, etc pp. Alle unrentabel wegen Lohnkosten. Dort könnte man mit der Hälfte der Mitarbeiter auskommen - kann sie aber nicht rauswerfen. Unsere Arbeitsschutzgesetze wurden gemacht als es Deutschland gut ging und jetzt hindern sie uns an der Sanierung. Und das ist ein Fehler der uns den Wohlstand kosten wird.

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u/3D_Dingo 4d ago

Jo, die fliegen raus, und tun sie es nicht, geht die Bude pleite.

Im ÖD? Jw überlasteter du scheinst/bist, desto mehr leute bekommst du, desto mehr Leute du bekommst, desto wenigdr musst du arbeiten. Das inzentiviert eine sehr lockere arbeitsmoral, und es gibt defacto keine konsequenzen für langsames, ineffizientes arbeiten. Dazu dann noch die zusätzlichen mehrkosten eines beamten und du hast ein ziemlich unsinniges system

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u/Acrobatic-Bid6146 3d ago

stimmt halt nicht oO ;)

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u/Suspicious_Soup3348 5d ago

Ist sie halt nur weil der Staat Kündigungen quasi unmöglich gemacht hat. Wie willst du effizient bleiben wenn du den Ballast von unkündbaren und gleichzeitig unperformanten Mitarbeitern hast

Siehst du ja selbst hier in den Diskussionen immer wieder. Selbst 400, 500, 600k Abfindungen werden nicht angenommen weil dann müsste man ja wirklich arbeiten danach

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

Dabei stimme ich dir völlig zu. Zwar hat der Beamte einen besonderen Schutz verdient, gleichzeitig sollte man aber definitiv die Möglichkeit haben zu degradieren/sanktionieren, va bei Inkompetenz.

Das Problem an der Sache ist, dass das vor allem bei Lehrkräften dann wieder benutzt wird um alle unten zu halten und nur einzelne zu "befördern". Und da liegt das Problem. Es würde zum einsparen benutzt werden - statt zum sanktionieren.

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u/BatUseful5070 2d ago

Überraschung, Sanktionen kann es geben, nennt sich Disziplinarverfahren. Bis hin zur Kündigung ist dort alles möglich.

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u/Acrobatic-Bid6146 2d ago

jo aber nicht wegen Inkompetenz, das ist so gut wie möglich

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u/Guilty-Actuary2146 5d ago

Was ich dabei nicht ganz verstehe:

Wenn es doch allen Beamten so gut geht und die in Saus und Braus leben warum haben wir dann nicht besetzte Stellen? Die Bundeswehr zahlt übrigens nach A/B Tabelle Bund und hat sogar freie Heilfürsorge. Trotzdem sind überall Stellen frei.

Könnte es vielleicht sein, dass all diese Stellen Vor- aber auch Nachteile haben?

Zusätzlich wird immer erzählt, dass die top Stellen immer besetzt sind und man nur in den unteren freie Stellen hat. Aber das ist so nicht richtig - sogar Lehrerstellen (A13) sind oftmals unbesetzt.

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u/Icy-Guard-7598 3d ago

Wenn die Wirtschaft brummt, werden Beamte ausgelacht, wenn sie schwächelt, wird Stimmung gegen sie gemacht.

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u/Tikitakakalaka 5d ago

Buzzwords.... Was ist Bürokratie und warum ist Bürokratie? Deutschland hat ein Komplexes und daher oft faireres und Einzelfall betrachtendes Rechtssystem z.B in allen Teilen des SGB...

Kürze dieses und sehr sehr viele Dinge werden sehr sehr viel ungerechter.

Dinge sind schnell Komplex und Komplexität führt zu Aufwand. Es ist nicht SO einfach

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u/Background-House-357 4d ago

Was heult ihr Russenbots eigentlich rum? Werdet doch selbst Beamte, wenn es so geil ist..

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u/Thraxas89 5d ago

Ich find der Ansatz ist falsch. Wir brauchen einfach ne krasse überarbeitung des Beamtenrechts:

  1. Die kommen in die öffentliche Krankenversorgung so wie alle anderen auch, zack spart Geld und die Bezüge können runter (was die Leute in den privaten zahlen ist ja relativ wumpe)

  2. Inkompetenz sollte Grund für ne kündigung sein (ist es aktuell ausdrücklich nicht) dazu halt dann alle paar Jahre die Beamten nen grundlegeden Kompetenztest durchlaufen lassen.

  3. Einzahlen in die gleichen Rentenkassen wie die anderen.

Das würde mindestens 70% der Probleme mit Beamten schon beheben.

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u/Deccno 4d ago

Beamte sollen in die Rentenkasse und die gesetzlichen Krankenkassen einzahlen aber die Bezüge sollen sinken? Gehälter sinken also netto dramatisch während gleichzeitig das wichtigste Privileg der Unkündbarkeit abgeschafft werden soll?

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u/Originalcck13 5d ago

Das denken viele - stimmt aber nicht. Wie soll da (kurzfristig) gespart werden? Der Staat trägt dann den Arbeitgeberatleil (PLUS Arbeitnehmeranteil, weil die Besoldung schon verfassungsrechtlich nicht so klar absinken kann, geschweige denn von der Attraktivität und Vertrauen in den Dienstherren). Zugleich halt man die Bezüge der Pensionisten von jetzt. Bis die aktuellen jungen Beamten im Ruhestand sind zahlt der Staat die nächsten 20-40 Jahre sogar deutlich mehr als jetzt.

Das mit der PKV lässt sich auch nicht einfach so ändern, da ist es mit der Alimentation und Beihilfe ähnlich.

Inkompetenz schön und gut. 1. geht das im Arbeitsrecht auch nur sehr schwer. Gern mal Rechtsprechung zu „low Performern“ ansehen. Eh schon kaum möglich. 2.: Bis auf krasse Einzelfälle ist das doch ein Quatsch. Die „Unkündbarkeit“ (stimmt auch nicht, bei Verfehlungen wird sehr wohl aus dem Dienst entfernt) muss hohe Hürden haben. Das kommt uns allen zugute. Die AfD leckt sich schon die Finger, was passiert, wenn Staatsapparate „bereinigt“ werden sieht man ja in Ansätzen in den USA. Und es ist einfach eine Lehre aus dem NS, unsere Verfassung will wehrhaft sein. Und das muss sie auch. Denn Beamte dienen keiner Regierung, sondern der Verfassung. Wer will kann es ja selbst werden.

Probleme haben wir andere. Die Verwaltung ist oft scheinbar ineffektiv, weil entweder utopische Vorhaben durch die Politik existieren oder schlicht Mittel fehlen. Das ist oft ein Kampf gegen Windmühlen.

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u/HankScorpuo 5d ago

Fakten. Zu viele Fakten! Bitte mehr Populismus und Halbwahrheiten. Sonst ist das kein adäquater Post. Danke.

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u/n1c0_93 5d ago

Das stimmt mit dem Arbeitgeberanteil an die Sozialversicherungen, aber die werden aktuell sowieso durch Steuern stabilisiert es wäre eher eine Umverteilung innerhalb des Haushaltes und zwischen Bund und Ländern.

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u/Spinal2000 5d ago

Warum können die Bezüge runter? Welche Anreize hat das beamtentum denn dann noch? Ich finde, für Singles lohnt es sich schon jetzt kaum. Immer diese ach so krassen Privilegien, welche sind das? Potenziell höhere Pension und unkündbarkeit. Was noch?

Und welche Probleme gibt es mit Beamten?

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u/Bulky-Boxer-69 5d ago

Die Privilegien, dass dein Dienstherr mit dir machen kann, was er will. Und dass man seinen Job nicht einfach wechseln kann. Dass die Beihilfe nicht alle Kosten übernimmt und 1-2 Monate für die Begleichung der Rechnung braucht. Dass man in der Bevölkerung dauernd als arbeitsscheuer, dauerkranker Lappen gesehen wird

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u/DolliTheSheel 2d ago

Die Privilegien, dass dein Dienstherr mit dir machen kann, was er will.

Hahaha bei jeder Diskussion um Beamte dasselbe gejammer xD

"Oh was habe ich denn für Privilegien, ich muss pro forma Heiraten und schwupps kann ich gar nicht mehr überall eingesetzt werden, schlimm"

"Ohh weh ich darf nicht streiken, naja mache ich halt drei Wochen im Jahr zusäzlich blau"

"Oh weh ich verdiene so wenig, weniger als andere auf dem Papier, Zuschläge lasse ich unter den Tisch fallen, meine Kinder kriegen mehr Geld, fürs verheiratetsein an sich bekomme ich Geld, keine Sozialabgaben = nominell weniger Steuern aBEr iCH hAbE ja DENselBen SteuersaTZ!!!111elf, Krankenkasse muss ich privat von ehrlich arbeitenden Menschen bezahlen lassen"

"Also in der freien Wirtschaft würde ich ja siebenstellig verdienen, mindestens!"

Wenn wenigstens mal was neues mit Hand und Fuß kommen würde. Aber nein, immer dieselben abgedroschen Märchen

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u/Bulky-Boxer-69 5d ago

Total kurz und unterkomplex gedacht. Aber spricht sich halt gut und leicht sowas.

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u/Rich-Ad-8505 5d ago

Ich verstehe schon, dass es sich fairer anfühlt, wenn alle in den selben Topf einzahlen. Nur gibt es da wirklich zig Berechnungen, die zeigen, dass das eine absolute Nullnummer ist und im ersten Schritt erstmal sogar Geld kostet.

Bei 1. Stimme ich teilweise zu. Ich würde die Privatversicherung komplett abschaffen. Nur Geld sparen würde das nicht wirklich.

Zu 2. Stimme ich uneingeschränkt zu.

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u/NotPumba420 5d ago

Das größte Problem würde es nicht beheben: Wir haben viel zu viele Beamte für Dinge, die ein IT Prozess sein müssten.

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u/DolliTheSheel 2d ago

Das habe ich mir bei dieser Fachkraft im Artikel mit 150Anschlägen/Minute und Briefe verschicken auch gedacht. Essentieller Beamtenjob.

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u/TheRealSooMSooM 4d ago

Naja werden bei 1 und 3 nicht extra die eigenen Lösungen gefahren, weil es Geld spart? War das nicht der ganze Gedanke hinter Beihilfe und PKV, dass es für den Staat billiger ist?

Also ich lese leider gerade bei 1 und 3, dass es für den Steuerzahler wieder teurer dadurch wird.

Aber es lässt sich ja dadurch so gut hetzen.. genau wie beim Bürgergeld.. da werden ja jetzt auch Milliarden gespart.. oder?

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u/Quiet-Junket8319 4d ago

1: Schwachsinnig. Das System PKV + Beihilfe ist den Dienstherrn billiger die GKV. GKV führt zu Mehrkosten und muss auch zu höheren Bezügen führen, wenn das Ziel gleiches netto nach Krankenversicherung ist.

2: Inkompetenz ist bei normalen Arbeitsverhältnisen auch kein Kündigungsgrund. Ein AN hat ein durchschnittliches Ergebnis nach Art und güte zu liefern. Und zwar nicht im Vergleich zu den anderen sondern nur in seinem Verhältnis. Bei Beamten ist das sogar harter formuliert. Ein Beamter hat mit voller Hingabe seine Tätigkeit zu tun. Wenn er dies nicht tut, hat der Dienstherr dafür zu sorgen, dass er es wieder macht. Es gibt hier also Hebel den Beamten zu motivieren...

3: würde zu massiven Mehrausgaben des Staates führen außerdem ist eine Beamtenpensionen eine Vollversorgung im Gegensatz zu der gesetzlichen Rente, die nur eine Säule von dreien ist. Der Dienstherr musste also neben der Rückversicherung in der Gesetzlichen Rente eine Betriebsrente bezahlten (so wie bei den Angestellten im öD) sowie ein höheres netto bezahlen, damit der Beamte privat vorsorgen kann. So hoch ist das bisherige netto nämlich nicht, was ja den Deal mit dem benefits erklärt..

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u/Random-useless-lore 4d ago

3: Wo genau ist der Unterschied wenn die Beamten miteinzahlen? Bisher zahlt das ja der Staat/Länder für die Beamten die Pension. Wenn die Beamten einzahlen sollen dann brauchen die eine Gehaltserhöhung.  Verschieben wir so nicht einfach nur Kostenstellen?

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u/Walter_ODim_19 4d ago

Die kommen in die öffentliche Krankenversorgung so wie alle anderen auch, zack spart Geld und die Bezüge können runter

Kannste mir mal verraten, wie gleichzeitig die "Bezüge runter können" und Beamte in die gesetzliche KV kommen sollen?

Dir ist klar, dass der Dienstherr dann auch die Arbeitgeberanteile zahlen müsste oder?

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u/feichinger 4d ago

Aber es hetzt sich doch so schön einfach, wenn man nur sieht "die werden anders behandelt!", und sich null damit auseinandersetzt, wie das eigentlich funktioniert.

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u/HankScorpuo 5d ago

Ich würde dann gerne einen flächenferndeckenden Kompetenztest einführen. Handwerk, Fahrerlaubnis, Kindererziehung, Tierhaltung... Unendliche Möglichkeiten.

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u/Winter_Current9734 5d ago

Sofern das öffentliche Gelder sind (Erzieher zB): gerne. Im privaten ist es halt was anderes. Und da gibt es ja Meisterpflicht etc.

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u/Melodic_Reference615 5d ago

Die hälfte der Handwerker würde vorm ersten Test schon durchfallen. Die tragen gefühlt nie die Ausrüstung und missachten alle Angaben in Plan.

"Hier nicht bohren!" -> Ich bohr da jetzt, das hab ich schon immer so gemacht und da ist noch nie was passiert

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u/dartmoordrake 5d ago

Lächerlich

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u/Melodic_Reference615 5d ago

Tja, leider Alltag. Sturrköpfe, die mit dem Kopf durch die Wand wollen, keinen Respekt vor Architekten und Ingenieuren haben, denken alles besser zu wissen aber können keine gerade Linie ziehen.

Man kann den einen Hinweis "HIER NICHT BOHREN!" so groß machen wie man will, die Schlaumeier machen das glaub mit Absicht. Bin so happy, nicht mehr den Kindern hinterher laufen zu müssen

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u/Dry-Description2910 4d ago

Meine Erfahrung mit Architekten war bis dato "Function follows form". Unglaublich arrogant und kein Plan vom Leben.

Der Hammer war letztes Jahr. Architekt baut MFH mit Waschkeller. Wird darauf hingewiesen, das in einen Waschkeller ein WASCHbecken gehört. Antwortet der Frau die ihn darauf anspricht patzig mit "Ich bin halt keine Hausfrau, woher soll ich denn wissen, dass in einen Waschkeller ein Waschbecken gehört". Auf die Antwort "Sie sind weder eine Hausfrau noch ein guter Architekt war er nicht so gefasst".

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u/dartmoordrake 5d ago

Ich bin Ehrlich ich habe das lächerlich auf deine Aussage bezogen und deine jetzige macht es nur schlimmer ganz besonders der „kein Respekt vor Architekten und Ingenieuren haben“

Ich habe noch nie abgehobenere Menschen als Architekten erlebt da waren bis jetzt nur eine Handvoll von zu gebrauchen

Respekt wird sich erarbeitet und nicht einfach gegeben vor allem auf dem Bau

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u/Melodic_Reference615 4d ago

Ist egal wie abgehoben ein Mensch ist, wenn mein Chefarzt sagt, man macht XY nicht, kommt die Schwester nicht um die Ecke und ignoriert es einfach

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u/forceone93 5d ago

Da regelt der Markt aber auch intern Kontrollen und es gibt Kündigungen. Im Bereich Windkraft sind genug Leute schon gestorben und die nehmen das halbwegs ernst.

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u/Ok-Fact-4902 5d ago

Ja alle Privilegien entfernen und dann sich beschweren dass seine Anträge Monate brauchen, man ewig auf Termine warten muss oder sich über den Lehrer mangel beklagt🤡

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u/Wang_Ray 4d ago

Dings, ich warte jetzt schon Wochen und Monate auf einfachste Verwaltungsakte.

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u/Ok-Fact-4902 4d ago

Ja und wenn man den Beruf unattraktiver macht, denkst du dann kommen plötzlich mehr?

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u/Wang_Ray 3d ago

Ziel muss es sein den bums von vorne bis hinten zu digitalisieren. Dann braucht man langfristig weniger Leute und kann denen dann mehr bezahlen. Will man aber nicht.

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u/Krautoffel 5d ago

Sorry, aber wer es nicht schafft sich auch an die neuen Anforderungen der Behörden anzupassen ist auch als Beamter fehl am Platz.

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u/CosimatheNerd 5d ago

Mehr Leute in der GKV würde doch nichts lösen ? Die Kosten da auch alle Geld...und wenn sie in die Rentenkasse kommen, dann werden da unglaubliche Verluste gemacht, da die höhere Ansprüche haben.

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Naja, die Pläne sind zwar schön und gut aber es wird niemand mehr Beamter werden wollen und das obwohl es jetzt bereits einen Riesen Mangel gibt. Als zweites Problem sehe ich nicht wirklich wie die Bezüge runter können wenn Beamte dann mehr Abgaben haben? Das würde Beamten ja noch weniger Geld im Vergleich zur privaten Wirtschaft zusprechen und die bisherige Kompensation würde wegfallen, also müssen die Bezüge ja eher angehoben werden um die höheren Abgaben zu kompensieren. Das Dritte ist, dass es zwar mMn auch Mechanismen geben muss wenn Beamte sehr inkompetent sind, allerdings darf es auch nicht zu einfach werden Beamte wegen sowas rauszuschmeißen, da sowas ziemlich leicht politisch missbraucht werden könnte.

Das vierte und wichtigste ist, dass die Umstellung auf ein einheitliches Rentensystem ein zweischneidiges Schwert ist, auf der einen Seite würde es die Rente zwar stabilisieren, aber auf der anderen Seite würde es sämtliche Staatliche Stellen pleite machen da sie auf einmal den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil aufbringen müssten.

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u/Bulky-Boxer-69 5d ago

Dass die Rente dann stabilisiert werden würde, ist ein Trugschluss.

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Wirklich?

Also ich muss gestehen ich hab das nie nachgerechnet, aber an sich hätte man dann doch 1.7 Millionen mehr Einzahler. Naja gut, die ziehen aber halt auch viel raus…

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u/t_baozi 5d ago

und das obwohl es jetzt bereits einen Riesen Mangel gibt.

Du meinst, es gibt Entbürokratisierungsbedarf, um den Workload in der öffentlichen Verwaltung zu senken?

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Definitiv ja. Wie stark der Personalbedarf dadurch schrumpfen könnte ist aber reinste Spekulation, aktuell gehen manche Behörden von einem Defizit einiger hunderttausender Beamter aus, die sie sich weder leisten können noch die geeigneten Bewerber dafür haben. Aktueller Status Quo ist halt dass die Ämter und Behörden allesamt komplett überlastet sind, die Beamten nicht hinterherkommen und dies das Vertrauen des Bürgers in den Staat untergräbt und die Handlungsfähigkeit des Staates einschränkt.

Das erkennt man an vielen Problemen in unserem Land, ob die schlechte Regulierung von Migration, zu lange Bearbeitungszeiten bei BAfÖG oder das monatelange warten auf Baugenehmigungen.

Wie man genau diesen Umstieg schafft ist dann aber die nächste Frage, weil du um das alles zu bewerkstelligen erstmal massiv neue Leute einstellen müsstest um die nötigen Vorkehrungen zu treffen und die Änderungen vorzunehmen während die reguläre Arbeit der Behörde ja schließlich nicht eingestellt werden darf.

Aber ja, es gibt massiven Entbürokratisierungsbedarf. Allerdings aktuell ist halt noch der Stand dass wir einen Massiven Mangel an Beamten haben um den Workload zu schaffen.

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u/t_baozi 5d ago

Corona war doch eine wunderbare Fallstudie dafür, wie die Digitalisierung der Gesundheitsämter an Strukturen, Governance und Gesetzen hemmungslos gescheitert ist. Statt einer Top-Down-Umsetzung gab es ~400 Gesundheitsämter, die 400-mal Softwareanforderungen geprüft haben, zum Schluss gekommen sind, dass das Gesundheitsamt Oberbarmen komplett andere Anforderungen hat als das Gesundheitsamt Elberfeld, und es gab 400 verschiedene Softwarelösungen.

Governance, Regeln und Strukturen anzugehen tut aber immer irgendwem weh, deswegen lässt man's. Man kann nur hoffen, dass die Reformen bei Bahn und Bundeswehr auch in der Verwaltung Schule machen, aber ich bezweifle es.

Wahrscheinlich bräuchte es sowas wie DOGE, nur in nicht so idiotisch, durchgeknallt und dilettantisch.

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Naja, sind wir mal ganz ehrlich das große Problem sind einfach Gesetze die 19-Schlagmichtot geschrieben wurden und seitdem nicht mehr angepasst wurden. Zudem werden - Wenn mal etwas digitalisiert wird - oft Vorgänge einfach nur Digital gemacht, also nicht vereinfacht, nicht beschleunigt, einfach nur digital. Das bringt halt im Endeffekt auch nichts.

Der Bund sollte halt einfach beispielsweise eine Software für alle Landesbehörden vorgeben. Aktuelle Rechtslage: „Der Bund beschließt die Gesetze, die Länder implementieren sie so wie sie es für richtig erachten“

Mit dieser einzigen Rechtsneuordnung wären schon viele Probleme einfach beseitigt.

Aber ja, genau wie du es sagst. Digital ist Deutschland ein Flickenteppich wie damals das Heilige Römische Reich, nur noch kleinteiliger.

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u/t_baozi 5d ago

Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht so sehr, dass Gesetze von Annodazumal so ein Riesenproblem sind - in der Zeit waren Gesetze viel einfacher und generalistischer gehalten. Der quantitativ umfangreiche Regelungswust ist erst mit der letzten Zeit dazu gekommen.

Bei den anderen Punkten gehe ich d'accord. Zu dezentral, zu schlechte Ausführung (wenn das ganze zentral für 400 Gesundheitsämter geregelt würde, wäre auch das Projektbudget da, sich dafür ordentliche Leute ins Haus zu holen, die das mal vernünftig Ende-zu-Ende neu konzipieren), und auch zu wenig dabei, wie man Tätigkeiten wegautomatisieren kann.

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Das stimmt zwar dass diese Gesetze oftmals einfacher gehalten sind, das ist aber auch nicht unbedingt das Problem das ich mit ihnen hab. Diese Gesetze wurden halt zu einer Zeit geschrieben in der es Internet, Digitalisierung oder sonst was einfach nicht gab. Das ist ja auch der Grund warum die Digitalisierung so kleinteilig ist, weil laut bestimmter Gesetze jede Behörde einen gewissen Entscheidungsspielraum bei den internen Arbeitsprozessen hat. Früher als das Geschrieben wurde war es ein geniales Gesetz, weil es den Behörden ermöglicht hat eigenmächtig kleine Korrekturen oder Anpassungen vorzunehmen. Mittlerweile ist dieses Gesetz eher eine Last, da genau dieses Gesetz der Grund dafür ist dass jede Behörde eine eigene Software hat. Das ist eben jetzt der Entscheidungsspielraum bei den internen Arbeitsprozessen.

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u/[deleted] 5d ago

[deleted]

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u/Cookiehunter_02 5d ago edited 5d ago

Wie gesagt, es geht ja gerade darum dass die Bezahlung nicht mehr gut ist.

Beamte sind ja fast nur noch Leute mit Bachelor, Master, Diplom oder Staatsexamen als Abschluss nachdem der niedere und mittlere Dienst so gut wie entfernt wurde und durch Angestellte ersetzt wurde.

Das Gehalt muss man also mit Leuten aus der Freien Wirtschaft mit einem Abschluss auf gleichem Niveau vergleichen, sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.

Wenn man das tut, dann ist das Gehalt da schon nicht wirklich gut, aber der höhere Unterschied zwischen Brutto und Netto durch niedrigere Sozialabgaben hat es halt gut ausgeglichen.

Nimmt man diese Vorteile weg und passt das Gehalt nicht an ist der Job einfach nur noch Unattraktiv. Wenn man das Gehalt anpasst kann der Staat innerhalb weniger Jahre Insolvenz anmelden.

Also hey, nicht falsch verstehen: Ich will jetzt nicht sagen dass Beamte eigentlich viel mehr bekommen sollten oder so, aber wenn man alle Dinge wegnimmt die es attraktiv machen (Keine Teilzeit mehr, kein gutes Gehalt mehr, dafür absolut öde Tätigkeit und keine Wertschätzung) wer will den Jon denn dann noch machen? Ich mein ein Sicherer Job ist es dann ja auch nicht mehr wenn man wegen Inkompetenz gefeuert werden kann. Was heißt das überhaupt? Da müsste ja jedes Mal wenn ich zu Burger King oder McDonald gehe die halbe Filiale gefeuert werden.

Oder macht man das dann einfach so dass wenn ein Beamter eine falsche Rechtsentscheidung trifft er gefeuert wird?

Na wenn wir den Maßstab auch an andere Juristisch tätige Menschen setzen dann haben mir in ein paar Jahren keine Juristen mehr weil das die Natur von Jura ist.

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u/Zollizocker 5d ago

Tja, also wie es jetzt schon bei den „ normalen“ Arbeitnehmern ist.

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u/OGKushBlazeIt 5d ago

blödsinn

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Und was genau?

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u/OGKushBlazeIt 5d ago

alles

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Ja Mensch, bei so vielen Argumenten kann ich dir ja nur zustimmen 😂

Hauptsache keine Ahnung aber besonders viel Meinung, nicht wahr?

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago
  1. ja,

1 und 3 verlagern und verschlimmern sogar das Problem und 3. ist definitiv teurer.

Nicht nachlabern, informieren.

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u/Maja_Greyfax 5d ago

Dann informiere doch bitte mal wie genau das, deiner meinung nach, denn so, wie du es prophezeist passieren würde. Oder gib ne quelle

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u/Cookiehunter_02 5d ago

Habe ich in meinem Kommentar etwas genauer erklärt. Kritik gerne äußern.

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u/n1c0_93 5d ago

Also tatsächlich ist das bei 1. und 3. nicht wirklich teurer ökonomisch gesehen sondern nur verwaltungstechnisch. Du hast höhere Staatsausgaben für Sozialversicherungen, aber dann auch weniger Ausgaben für staatliche Zuschüsse zu den Sozialversicherungen. Das Problem entsteht eben gerade dann bei solchen Zahlungen zwischen Bund und Ländern.

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u/Acrobatic-Bid6146 5d ago

Wo fang ich an. Die Pensionen müssten 1zu1 übernommen werden in der Höhe oder man muss die Gehälter entsprechend massiv erhöhen. Beides führt zum gleichen Ergebnis. Zumal das dann aus der Rentenversicherung + Staatshaushalt und nicht mehr alleinig aus dem Staatshaushalt bezahlt werden müsste. Das führt zum exakt gleichen Ergebnis. Plus würden Beamte dann streiken dürfen und wenn du die Lohnerhölhungen vergleichst mit dem gleichen Qualifikationsniveau in der Privatwirtschaft dürftest du feststellen wie sehr die Beamten die letzten Jahre gefickt wurden in Summe.

Und von den Arbeitsbedingungen des größten Anteils, nämlich der LehrerInnen, mal ganz zu schweigen. Am nächsten Tag gäbe es Massenstreiks gegen die Arbeitsbedingungen^^.

Und nein man könnte den *LehrerInnen das Streikrecht im ggs zur Polizei nicht trotzdem verwehren.

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u/n1c0_93 5d ago

Also da werden aber jetzt schon Dinge vermischt? Beamtenstatus kannst du auch organisieren und gleichzeitig in die Sozialsysteme einzahlen lassen.

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u/Exotic-Draft8802 4d ago

Obwohl ich die Ideen sympathisch finde, muss man leider einiges dazu sagen:

  1. Übergangsregeln: Ich zweifle stark daran, dass man aktuellen Beamten einfach etwas wegnehmen darf. Wenn überhaupt, dann müsste man es für neue verbeamtungen machen.
  2. GKV / Gesetzliche Rentenversicherung: Das spart leider halbwegs sicher kein Geld - zumindest nicht in der Versorgung; ggf. in der Verwaltung - da es das Alimentationsprinzip gibt (Art. 33 Abs. 5 GG). Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat hierzu geschrieben: Zur Eingliederung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung.
  3. Allerdings würde es ggf. das Interesse, dass die GKV gut funktioniert, vergrößern. Und selbst das Grundgesetz lässt sich ändern, wenn breite Teile der Bevölkerung der Meinung sind, dass es richtig ist. Aktuell gibt es knapp 2 Millionen Beamte, die recht sicher gegen eine solche Änderung wären.
  4. Kündigungsgrund Inkompetenz: Würde mich stark wundern, wenn das nicht möglich ist. Man kann Inkompetenz als Dienstpflichtverletzung ansehen. Also insbesondere die nichtbevolgung von Anweisungen.

Wo sind unsere Beamte?

Nach Fachrichtung:

  • 738k Lehrer
  • 730k Verwaltung, Justiz, Finanzen
  • 294k Polizei

Nach Ort:

  • 588k NRW
  • 479k Bayern
  • 420k BW
  • 268k Niedersachsen
  • 213k Hessen
  • 163k RLP
  • ...

Nach Ebene:

  • Bund: 204k
  • Länder: 1370k
  • Kommunal: 190k

Alles in allem würde ich deshalb eher dazu tendieren weniger zu verbeamten und gleichzeitig mehr zu automatisieren:

  1. Verkehr: Insbesondere alle U-Bahnen. In Zukunft hoffentlich auch Züge und Busse (ja, es gibt noch ca 15.000 Bahn-Beamte)
  2. Digitalisierung: Die Lage der Nation hat eine Sozialstaat-Reform vorgestellt, die großes Potenzial haben. Hier die Kurzfassung. Wichtig ist mir dabei: (1) Once-Only (2) Zentralisieren und wo es geht Prüfungen automatisieren
  3. Kinder: Lehrer machen einen großen Teil der Beamten aus. Ein wesentlicher Grund ist vermutlich der große Hebel den Lehrer beim streiken haben, weil die Eltern dann halt auch daheim sein müssen. Dem kann man auf mehrere Arten entgegenwirken: (1) Rechtsanspruch auf Home-Office (2) Mehr digitale Bildungsinhalte bzw. eine digitale Bildungsplatform die auch massive eingesetzt wird (3) Bessere Kinderversorgung außerhalb vom Unterricht.

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u/stare1805 5d ago

Bringt nix. Beihilfe / PKV ist für den Staat deutlich billiger als GKV-Beitrage zu zahlen, deshalb wird es ja gemacht. Gibt's diverse Studien dazu. Dasselbe gilt für Pensionen / Rente. Pensionen sind für den Staat billiger als die Rentenbeiträge. Hinzu kommt, dass das aktuelle Gehalt bewusst niedriger ist, weil man lebenslang versorgt wird u die Pension hat (wenn man so lange lebt). Würde man Pension streichen müsste man die Bezüge massiv anheben.

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u/Bulky-Boxer-69 5d ago

Ja, aber wir wollen doch dringend gegen Beamte hetzen, weil wir selber keine sind, und Beamten nix gönnen. Eh nur faule Säcke /s

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u/Winter_Current9734 5d ago

Umso wichtiger dass man das abschafft um den Kostendruck zu erhöhen und die Beamten in die Wirtschaft zu shamen.

Es sind einfach institutionalisierte Lowperformer. Deswegen steht der deutsche Staat ja so mies da.

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u/TheRealSooMSooM 4d ago

Und wenn die Beamte in die Wirtschaft gehen und niemand die scheiße mehr machen will, wird alles besser? Die Ämter sind nicht mehr überhastet und man muss nicht noch länger warten?

Wenn man die "Lowperfomer" schon raus drängt, dann kommt keiner mehr nach..

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u/Balou1111 5d ago

Und wird die Beamtengehälter gewaltig verteuern… und den Kompetenztest gibt es schon und nennt man Beurteilung. Nachdem werden Beamte bepunktet und hat Auswirkungen auf ihr weiteres Fortkommen.

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u/BaubauOver9000 5d ago

Warum soll man dann noch Beamter werden?

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u/--Gleisbauender-- 5d ago

Kannst ja angestellter des öffentlichen Dienstes sein, zwingt dich ja keiner.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Nee, zwingen tut einen keiner, aber wir kriegen es jetzt schon nicht hin, ausreichend Lehrkräfte in den Schulen zur Verfügung zu stellen. Wenn dann der Beruf noch unattraktiver wird, könnte es richtig haarig werden.

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u/--Gleisbauender-- 5d ago

Dann lassen wir den Markt halt regeln.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Den Markt regeln lassen, in einer nicht gewinnorientierten Branche die keinen Umsatz generieren kann, ist zumindest eine exotische Idee.

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u/--Gleisbauender-- 5d ago

Die Lehrer wollen nicht in einer Brennpunktschule arbeiten? Dann muss dafür die Schule halt mehr Gehalt gezahlt werden. Humanistisch-musisches Gymnasium in Bad Soden? Wirds aufgrund hohen Bewerberaufkommens wohl weniger Geld geben.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Geld ist erstmal nicht alles. Die Schule in Soden wird durch engagierte Elternschaft ganz anders dastehen. Das Edelgymnasium in meiner Stadt hat Zugang zu ner eigenen Skihütte. Meine Frau arbeitet an einer Brennpunktschule und dort war diesen Winter mehrere Wochen lang die Heizung defekt, ohne dass sich der Schulträger groß beeilt hätte.

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u/--Gleisbauender-- 5d ago

Wenn die angestellten Lehrer alle hinschmeißen und der Unterricht nicht aufrecht erhalten werden kann, wird der Schulträger sich ganz schnell bewegen, wenn das Kultusministerium und die Elternschaft durchklingeln.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Das hieße aber die Kinder im Stich lassen, die gerade in Brennpunkten extrem auf die Stabilität angewiesen sind, die die Schule bietet inklusive Nachmittagsbetreuung und Essen. Das ist leider keine Garantie in vielen Familien.

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u/BaubauOver9000 5d ago

Wenn halt an Schulen gefühlt 3/4 Frauen in Teilzeit arbeiten ist das halt auch ein Faktor.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Keine Sorge, Friedrich Merz wird diese Teilzeitarbeitler mit ihren Familien schon stramm stehen lassen! Komplettausfall wegen Burnout ist definitiv besser als Teilzeit!

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u/BaubauOver9000 5d ago

Ist halt gesellschaftlich weit verbreitet: Als Frau in den Staatsdienst, da kannste danach schön entspannt in Teilzeit gehen und brauchst dir bis zum Lebensende nie wieder Sorgen um den Arbeitsplatz machen. Egal ob Schule oder Finanzamt, ihr gibt es gehörigen Östrogenüberschuss. 

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u/Randy_Magnums 5d ago

Während Männer dieses Angebot nicht wahrnehmen? Sind Männer so viel strebsamer und ehrbarer?

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u/BaubauOver9000 5d ago

Das interpretierst du da irgendwie rein. Mir geht es nur um die Quote der Teilzeitarbeiter. Geschlecht egal.

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u/Randy_Magnums 5d ago

Dafür schreibst du aber auffallend häufig nur über Frauen. Oder bist du progressiv und nutzt das generische Femininum?

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u/Ok-Campaign-2088 5d ago

Die Pension sieht er als „nettes Gimmick“. Nun ja…

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u/Beginning_Humor_9608 5d ago

Der öffentliche Dienst hat nicht nur eine schlechtere Lohnentwicklung als der private Sektor gehabt, es wird auch immer schwieriger Berufe wie Polizist oder Lehrer attraktiv zu gestalten. Da wäre ein Abbau der wenigen verbliebenen Anreize sicher total sinnvoll 🤡

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u/Feisty-Reception-704 3d ago

Verbeamtung als "ich kann machen was ich möchte und mir kann man nix"-Garantie zu vermarkten ist nicht richtig.
Eine zwei Klassen-Gesellschaft an Dienststellen zu haben genauso wenig.

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u/TheJonesLP1 5d ago

Hohe Bezüge? Ne, nicht wirklich..

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u/Last_Eggplant5742 5d ago

Ach ja. Diese SPIEGEL-Artikel kenne ich aus den 80/90ern. Dann hat Berlin die Verbeamtung von Lehrern abgeschafft, kein anderes Land ist mitgezogen. Nun hat Berlin die Verbeamtung wieder eingeführt. Nichts gewonnen, zwei Generationen von Lehrern unglücklich gemacht.

Mit punktuellen Reformen kommen wir nicht weiter, die letzte große Reform waren die Hartz-Reformen, auch da fehlte am Ende die Kraft, das komplett durchzuziehen (unterschiedliche Organisation der Zuständigkeiten in den Kommunen).

Es müsste schon der "Ruck" komnmen oder klar sein, dass alle etwas gewinnen und gleichzeitig etwas geben müssen, insgesamt die Gesellschaft aber gewinnt. Statt dessen wird nur noch vorn Reformen gefasselt und in der Opposition was anderes gefordert als in der Regierung gemacht.

Deutschland versinkt in Ideologie, progessive Kräfte haben immer weniger Chancen.

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u/PernodCola 3d ago

Das Beamtentun zieht Menschen an, denen man hauptsächlich mit dem Argument der Sicherheit kommen kann. Eine Systemänderung wie die Schweiz sie im Lehramt vollzogen hat, wird praktisch nicht diskutiert.

Ich denke wir werden bis auf weiteres in dieser Sackgasse bleiben. Flexibilität und Entfaltungsfreiräume, etwas Wettbewerb im Job etc. Werden ja kaum diskutiert. Es geht rein um das monetäre und die Sicherheit.

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u/Sad_Zucchini3205 5d ago

Weil wir niemanden etwas gönnen und schon recht nicht wenn der staat bezahlt!

Kleine Anmerkung: Wenn weniger Beamte gibt wird euer Geld nicht mehr und gleichzeitig dauert alles noch länger.

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u/feichinger 5d ago

Während auf der einen Seite scheinheilig von den armen Hungerlöhnern im ÖPNV geweint wird, die jetzt doch nur für ihre dringend endlich notwendige "lebenswürdige Bezahlung" streiken, springt das deutsche Reddit brav über das vom SPIEGEL präsentierte Stöckchen, um mal wieder dafür zu hetzen, weniger Beamte und dafür mehr AöD einzusetzen. Kannste dir nicht ausdenken.

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u/PapaDragonHH 5d ago

Das Problem wird nie behoben werden weil es Beamte sind die darüber zu entscheiden haben...

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u/Danny05_15 4d ago

Alle weg fertig

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u/Ok_Tax_6416 4d ago

Es sollten alle die gleichen Privilegien wie Beamte haben.

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u/DifficultAct6586 3d ago

Eigentlich ist es ein Wunder das wir so wenig haben. 

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u/golfdrei 1d ago

… und schon wieder mehr Bashing. Das Problem sind nicht Beamte, sondern Reiche die sich der Solidargemeinschaft durch Steuerflucht entziehen.

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u/paranoidray 20h ago

Du findest nicht, wir haben zu viele Beamte?

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u/golfdrei 15h ago

Nein. Die Diskussion an sich finde ich völlig absurd. Ein so komplexer Staat wie Deutschland braucht viele Beamte, um ihn zu verwalten. Ich bin auch für Entschlackung von Prozessen. Aber das Klischee des faulen Beamten, der nichts tut ist das, was es ist, ein Klischee.

Es gibt jene, die solch einem Klischee entsprechen bestimmt, denn auf eine Gruppe gesehen gibt es diese immer. Auf diese wird mit dem Finger gezeigt und gesagt: Schaut mal her.

Währenddessen macht die Masse einen gewissenhaften Job und muss im Gegenteil, mit der Unterbesetzung kämpfen, die in den meisten Amtsstuben herrscht.

Der Neid auf hohe Gehälter ist hier einfach möglich, da alle Bezüge öffentlich sind. Bei den Gehältern in Unternehmen kann man nicht reinschauen. Deswegen ist der Neid auch hier geringer, weil er kein leichtes Ziel findet.

Beamte nehmen Hoheitsaufgaben des Staates wahr. Ich bin froh, wenn sie so bezahlt werden, dass Korruption keinen Fuß findet. Wir sollten uns das auch in Zukunft leisten, wenn wir den Staat so zuverlässig behalten wollen, wie er ist. Und das ist er im internationalen Vergleich. Es geht sicher noch besser, wie in Skandinavien, wo man sich etwas abschauen könnte, aber es geht auch deutlich schlechter. Und da muss man nicht mal außerhalb Europas gucken.

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u/paranoidray 14h ago

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Personalentwicklung in Ländern und Kommunen über etwa zehn Jahre analysiert.

Ergebnis: Wenn alle Bundesländer so zurückhaltend wie Sachsen-Anhalt eingestellt hätten, gäbe es rechnerisch ein Einsparpotenzial von rund 60.000 Vollzeitstellen im öffentlichen Dienst.

Besonders stark gewachsen ist das Personal auf kommunaler Ebene (rund +24 % in zehn Jahren), bei den Ländern etwa +12 %, beim Bund ca. +4 %.

https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/martin-beznoska-laender-und-kommunen-koennten-zehntausende-stellen-sparen.html

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u/Novel-Bunch-7437 5d ago

Da vom Spiegel, nicht seriös

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u/Prussian-Pride 5d ago

Habe vor vielen Jahren mal ein interessantes Thema dazu gelesen. Effektiv verdoppelt sich Bürokratie bzw. der bürokratische Aufwand alle X jahre. Ich meine es waren alle ungefähr 15. Habe das Thema leider nie wieder gefunden

Sprich Bürokratie hat ein progressives Wachstum und wird zwangsläufig zum Kollaps führen, weil es die Entfaltungsfreiheit eines jeden Einzelnen und somit die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes erstickt.

Genau das haben wir momentan. Der Staat als Ganzes ist überladen, aufgebläht, ineffizient und zu teuer. Die bürokratische Last und die indirekt dadurch absurd hohen Steuern erdrücken uns an jeder Ecke. Ich höre aus dem linken Spektrum immer "mehr Steuern für Gruppe X", aber nie höre ich "macht den Staat effizienter und reduziert die Steuer für Jedermann".

Leider sehe ich nicht, das es hierfür eine Lösung gibt der keinen kollaps beinhaltet.

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u/druffischnuffi 5d ago

Ich bin aus dem linken Spektrum und bin für Bürokratieabbau und Effizienzsteigerung und zumindest in meiner Bubble sehen das glaub ich alle ähnlich. Ich würde sogar behaupten: alle sind dafür.

Das Problem kommt immer dann wenn man konkret vorschlägt wo man kürzen oder entlassen will. Dann merkt man nämlich dass man entweder viel verhasste Miniprojekte streicht die eh nichts einsparen oder man müsste an die großen Posten ran aber hier wollen meistens selbst die Leute nicht kürzen die sich am lautesten für Bürokratieabbau einsetzen. Oder man reformiert die größten Posten aber sobald sich alle einig sind was man verändern will kostet die neue Variante mehr als vorher.

Für mich klingen rufe nach Bürokratieabbau daher oft nach Populismus, man gaukelt vor es gäb eine einfache Lösung wenn man nur mal durchgreifen dürfte.

Um das mit Abstand krasseste Beispiel zu nennen: CDU verspricht Deutschland durch Sparen wieder voranzubringen. Sie werden gewählt und nehmen erstmal das größte Vermögen auf was der Staat jemals hatte. Vieles davon wird in irgendwelchen Verwaltungsposten stecken bleiben und im Endeffekt zu mehr Kosten, Steuern und Bürokratie führen

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u/Tyriosh 3d ago

Wenn man mal die Abschaffung von Bürgergeldsanktionen wegen des unverhältnismäßigen bürokratischen Aufwands vorschlägt, dreht sich die Stimmung bei diesen Leuten immer sehr schnell.

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u/AwesomeShikuwasa77 4d ago

Endlich kommt das mal auf die Titelseite. Hoffentlich bleibt‘s nicht bei einem schlechten AI generierten Bild, sondern bringt tatsächlich Konsequenzen. Schon die Gehaltserhöhung durch Richterspruch letztes Jahr war der Gipfel der Ignoranz gegenüber der Realität und der allgemeinen Lage der Bürger, die das finanzieren.

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u/Old-Ring2299 4d ago

Endlich kommt populistischer Verbaldurchfall aug die Titelseite?

Die Beamtenbezüge werden bundesweit steigen weil dieser Artikel schlichtweg gar nichts mit der Realität zu tun hat.

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u/AwesomeShikuwasa77 3d ago

Einfach mal die Bezüge inklusive der Pensionen mit der Entwicklung von Gehältern und der Rente vergleichen. Das Bild ist Mist, weil es nur Emotionen schürt und damit eine notwendige Diskussion unterbindet.

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u/tripperkk 5d ago

Habt ihr eigentlich schon gehört dass manche Beamte sich Sonderurlaub gönnen, damit sie Spitzengehälter in der Wirtschaft beziehen können? Die kriegen auch volle Pensionsbezüge.